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Augenoperationen wegen Eichenprozessions­spinnern in Uniklinik Münster

Freitag, 28. Juni 2019

Nest des Eichenprozessionsspinners /dpa

Münster – Die feinen Härchen von Eichenprozessionsspinnern mussten in dieser Wo­che sechs Menschen im Universitätsklinikum Münster (UKM) aus den Augen operiert werden. Das teilte die Augenklinik der UKM heute mit.

Die Patienten hätten über eine Rötung des Auges, ein Fremdkörpergefühl, Tränen, Jucken und starke Schmerzen geklagt, hieß es. Sie hätten angegeben, zuvor Fahrrad gefahren zu sein, Laub aufgewirbelt oder bei der Reinigung von Bäumen vom Eichen­prozessionsspinner zugeschaut zu haben. Es sei sehr schwierig gewesen, die feinen Härchen aus der Hornhaut zu bekommen, sagte Oberärztin Lamis Baydoun.

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An der Augenklinik in Münster hat es nach ihren Angaben solche Fälle bislang noch nicht gegeben. Es handele sich um ein neues Phänomen, dass als Serie deutschland­weit bisher noch nicht beschrieben sei.

Das UKM empfahl Patienten mit plötzlich auftretenden unerklärlichen Augenbeschwer­den, zum Arzt zu gehen, um überprüfen zu lassen, ob vielleicht etwas im Auge ist. „Denn wenn es wirklich der Prozessionsspinner ist, werden die Beschwerden ohne Behandlung nicht abklingen“, sagte Baydoun weiter.

Die Raupen können für Menschen gefährlich werden. Ihre Härchen führen zu Pusteln und Hautausschlag. Die Raupenhaare können in seltenen Fällen Atembeschwerden, Atemnot, Augenreizungen oder gar einen allergischen Schock auslösen. Wegen der Eichenprozessionsspinner wurden bereits Parks und Schulen zeitweise geschlossen. © dpa/aerzteblatt.de

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