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Politik

CDU-Gesundheits­expertin Maag rechnet mit baldiger Einigung auf Tabakwerbeverbot

Montag, 1. Juli 2019

/dpa

Berlin – Die gesundheitspolitische Sprecherin der Unionsfraktion im Bundestag, Karin Maag, rechnet mit einer baldigen Einigung auf ein Tabakwerbeverbot. Sie gehe davon aus, dass nach der Sommerpause eine Einigung vorliege, die „im Wesentlichen ein Tabakwerbeverbot vorsieht„, sagte Maag im Deutschlandfunk. Diskutiert werde derzeit noch über Übergangsregelungen sowie über die Frage, wie mit Werbung für E-Ziga­retten umgegangen werde.

Der Widerstand innerhalb der CDU/CSU-Bundestagsfraktion bröckele, sagte Maag. Es sei ein Kompromisskurs eingeschlagen. Im jahrelangen Streit um ein umfassendes Tabak­werbeverbot hatte sich Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) in der vergangenen Woche auf die Seite der Befürworter gestellt.

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Wenn es nach ihr ginge, solle Werbung für Tabakprodukte verboten werden, sagte Merkel in der Regierungsbefragung im Bundestag. Diese Frage sei allerdings „ein hoch umstrittener Sachverhalt“ in der Unionsfraktion. „Ich persönlich glaube, dass wir handeln sollten und die Sache zur Entscheidung bringen sollten.“ Merkel kündigte an, bis zum Jahresende werde die Fraktion eine Haltung finden.

In Deutschland ist Tabakwerbung an vielen Stellen bereits verboten. Auf Plakaten und im Kino gibt es sie aber noch. Ein umfassendes Verbot war in der vergangenen Legislatur­periode am Widerstand der CDU/CSU-Fraktion im Bundestag gescheitert. Eine neue Festlegung auf ein Verbot ließ die Unionsfraktionsspitze aus einem Entwurf des Koali­tionsvertrags für die aktuelle Legislaturperiode streichen. © afp/aerzteblatt.de

Kommentare

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Avatar #638003
Nora S.
am Montag, 1. Juli 2019, 23:11

Dabei geht es nur um Werbeverbot....

In Anbetracht dessen, dass Schweden ab dem 1.7.2019 sein Rauchverbot auf diverse Outdoor-Bereiche von z.B. Restaurants, Haltestellen, etc. ausweitet und bis 2025 komplett rauchfrei (Finnland bis 2035) werden möchte, hinterlässt hiesiges Gerangel um alleinges Verbot für Tabakwerbung einen lächerlich faden Beigeschmack, was die Bemühungen zur Gesundung von Luft , Natur und
unsere eigenes Leben angeht. Fortschrittlich sein und denken ist was anderes. Eine Schande letztendlich, so fremdgesteuert von Industrie als vom Volk Gewählte dermaßen vorbei am Volk Entscheidungen zu fällen und andere zu be - und verhindern.
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