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Medizin

Aktives Leben im mittleren und höheren Alter kann Sterberisiko verringern

Mittwoch, 3. Juli 2019

/Wollwerth Imagery, stockadobecom

Cambridge – Im mittleren und höheren Alter körperlich aktiv zu bleiben oder es zu werden, ist mit einem geringeren Sterberisiko verbunden, unabhängig von früheren Aktivitätsniveaus oder bestehenden Gesundheitszuständen. Das berichten Forscher der Epidemiology Unit an der University of Cambridge im British Medical Journal (doi 10.1136/bmj.l2323).

Die Forscher verwendeten Daten von 14.599 Männern und Frauen im Alter von 40 bis 79 Jahren aus der European Prospective Investigation into Cancer and Nutrition-Norfolk (EPIC-Norfolk) Studie, die zwischen 1993 und 1997 rekrutiert wurden.

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Die Teilnehmer wurden zu Beginn der Studie und danach weitere drei Mal über durch­schnittlich 7,6 Jahre untersucht und befragt. Von diesem Zeitpunkt an wurde die Mor­talität bis 2016 bewertet. Das entspricht einem durchschnittlichen Follow-Up von 12,5 Jahren. Die körperliche Aktivität umfasste Aktivitäten am Arbeitsplatz und Freizeitakti­vitäten wie Radfahren und anderen Sport.

Während des Untersuchungszeitraums gab es 3.148 Todesfälle, darunter 950 Todes­fälle durch Herz-Kreislauf-Erkrankungen und 1.091 Todesfälle durch Krebs. Nach der Kontrolle der vorhandenen körperlichen Aktivität und anderer Risikofaktoren wie Er­näh­rung, Körpergewicht, Krankengeschichte, Blutdruck und Cholesterinspiegel waren höhere körperliche Aktivität und ein Anstieg der körperlichen Aktivität im Laufe der Zeit mit einem geringeren Risiko des Todes verbunden.

Diese Tendenz galt für Studienteilnehmer mit und ohne Vorgeschichte von Herz-Kreis­lauf-Erkrankungen und Krebs gleichermaßen. Am größten war der Nutzen der Aktivität laut den Forschern für diejenigen mit einem hohen Maß an körperlicher Aktivität, die mit der Zeit noch aktiver wurden – sie hatten ein um 42 Prozent geringeren Sterbe­risiko.

„Diese Ergebnisse sind ermutigend, nicht zuletzt für ältere Erwachsene mit bestehen­den Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Krebserkrankungen, die immer noch erhebliche Langlebigkeitsvorteile erzielen können“, schreiben die Wissenschaftler. Allerdings handle es sich bei der Untersuchung um eine Beobachtungsstudie, die als solche keine Kausalitäten klären könne. © hil/aerzteblatt.de

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