NewsAuslandMalteser verstärken Einsatz gegen Ebola im Kongo
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Ausland

Malteser verstärken Einsatz gegen Ebola im Kongo

Dienstag, 2. Juli 2019

/dpa

Köln – Die Malteser bauen angesichts einer drohenden Ausbreitung der Ebolaepi­de­mie eine neue Isolierstation im Kongo auf. Grund dafür ist, dass in der Stadt Ariwara am Wochenende eine Frau an der hochansteckenden Krankheit gestorben ist, wie die Malteser heute in Köln mitteilten.

Die 42-Jährige sei aus der Stadt Beni nach Ariwara mit öffentlichen Verkehrsmitteln gekommen. „Die Wahrscheinlichkeit, dass sie jemanden auf ihrer Reise angesteckt hat, ist sehr hoch“, erklärte der Leiter der Afrikaabteilung von Malteser International, Roland Hansen. Die Helfer müssten „jetzt noch mehr unternehmen, um Infizierte zu identifizieren und zu behandeln“.

Anzeige

Zu den Maßnahmen gehören laut Hansen, dass die Malteser in Abstimmung mit der kongolesischen Regierung Schutzanzüge an Krankenstationen verteilen und Scree­ning-Posten einrichten.

„Vor Kirchen und auf Marktplätzen werden unsere geschulten Mitarbeiter ab heute Fieber messen, um mutmaßlich Infizierte sofort in die Krankenstationen weiterleiten zu können“, so Hansen. Dort, wo „viele Menschen zusammen kommen“, solle es Hand­waschstationen geben. „So wollen wir verhindern, dass sich die Epidemie in einer Stadt ausbreitet, die bisher Ebola-frei war.“

Seit Beginn des Ausbruchs vor knapp einem Jahr haben sich im Kongo mehr als 2.300 Menschen mit dem Virus infiziert. Mehr als 1.500 Menschen sind daran gestor­ben. © kna/aerzteblatt.de

Themen:

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

LNS

Nachrichten zum Thema

2. Juni 2020
Kinshasa – Die Demokratische Republik Kongo hat einen Ebolaausbruch im Nordwesten des Landes vermeldet – nur wenige Wochen bevor es hoffte, das offizielle Ende der Epidemie im ganzen Land ausrufen zu
Neuer Ausbruch von Ebola im Kongo
15. April 2020
Goma − Im Kongo ist ein weiterer Ebolafall aufgetreten. Das siebenjährige Mädchen aus der Stadt Beni ist innerhalb kurzer Zeit der dritte infizierte Mensch, der von den Behörden des
Ebola im Ostkongo weiterhin aktiv
3. März 2020
Johannesburg – Bei der Ebola-Epidemie im Kongo ist nach Auskunft der Welt­gesund­heits­organi­sation (WHO) die letzte Patientin entlassen worden. Sie war im ostkongolesischen Beni behandelt worden. „Die
WHO meldet Entlassung von letzter Ebola-Patientin im Kongo
28. Februar 2020
Genf – Im Kampf gegen die Ebola-Epidemie im Kongo gibt es nach Angaben der Welt­gesund­heits­organi­sation (WHO) weitere Fortschritte. Wie die WHO gestern Abend mitteilte, wurden zwischen dem 18. und dem
Sieben Tagen lang kein neuer Fall von Ebola im Kongo
13. Februar 2020
Genf – Trotz Erfolgen im Kampf gegen das lebensgefährliche Ebola-Virus im Kongo schätzt die Welt­gesund­heits­organi­sation (WHO) die Lage weiter als ernst ein. Sie beschloss gestern Abend, die im Juli
Ebola im Kongo weiterhin gesundheitliche Notlage
12. Februar 2020
Goma/Genf – Helfer im Kongo bringen die gefährliche Ebola-Epidemie langsam unter Kontrolle – doch Entwarnung gibt es noch nicht. Die Zahl der neuen Fälle sei in den vergangen Monaten stark gesunken,
Noch keine Entwarnung bei Ebola-Ausbruch im Kongo
16. Januar 2020
Kinshasa – Angriffe auf Helfer bremsen den Kampf gegen die Ebola-Epidemie in der Demokratischen Republik Kongo. Wie Hilfsorganisationen zur Wochenmitte mitteilten, werden die Übergriffe von Misstrauen
LNS

Fachgebiet

Anzeige

Weitere...

Aktuelle Kommentare

Archiv

NEWSLETTER