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Gesundheits-Apps immer beliebter

Freitag, 5. Juli 2019

/SolisImages, stockadobecom

Berlin – Fitnessarmbänder und Gesundheits-Apps werden immer belieb­ter. Es halten sich aber Datenschutzbedenken. Das ergab eine Umfrage im Auftrag der KKH – Kaufmännische Krankenkasse.

Demnach nutzen fast ein Drittel (32 Prozent) der Befragten zwischen 18 und 50 Jah­ren nach eigenen Angaben inzwischen solche digitalen Angebote zum Aufzeichnen von Gesundheitsdaten. Bei einer Befragung 2015 waren es noch 14 Prozent gewe­sen. Dass Daten in unbefugte Hände gelangen und missbräuchlich genutzt werden könnten, befürchtet demnach aber weiterhin mehr als jeder Zweite (59 Prozent).

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KKH-Vorstandschef Wolfgang Matz sagte, solche Bedenken seien nicht ganz unbe­gründet. Große Konzerne verfügten über umfangreiche, nicht kontrollierbare gesund­heitsbezogene Datensammlungen. Daher komme es auch bei der weiteren Digitalisie­rung im Gesundheitswesen darauf an, Daten vor einer rein gewinnorientierten Nut­zung zu schützen.

Konkret zeichnen Nutzer laut Umfrage vor allem ihre Bewegung, also beispielsweise Schrittzahlen, digital auf (94 Prozent). Es folgen Daten etwa zum Puls (47 Prozent) oder zum Schlaf (36 Prozent). Die meisten tun dies zur eigenen Kontrolle (72 Pro­zent), als Anreiz für eine gesündere Lebensweise (51 Prozent) oder „aus Spaß“ (47 Prozent).

Die Empfehlung eines Arztes nannten vier Prozent als Beweggrund. Nach Plänen von Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter Jens Spahn (CDU) sollen Patienten bestimmte Gesund­heits-Apps künftig von der Krankenkasse bezahlt bekommen – wenn ihr Arzt ihnen das verschreibt. Dabei geht es aber etwa um Anwendungen, die beim regelmäßigen Einnehmen von Medikamenten helfen, digitale Diabetiker-Tagebücher oder Apps bei Bluthochdruck.

Für die Umfrage befragte das Institut Forsa vom 24. Mai bis 3. Juni 1.002 deutsch­spra­chige Menschen im Alter von 18 bis 50 Jahren. © dpa/aerzteblatt.de

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