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Mehr Geld für Gesundheitsberufe an der Universitätsmedizin Mainz

Freitag, 5. Juli 2019

Die Verhandlungsführer der Tarifkommissionen der Gewerkschaft ver.di und der Universitätsmedizin Mainz Frank Hutmacher und Christian Elsner(1. u. 2. v.r.) zusammen mit Pflegevorstand Marion Hahn und dem Medizinischen Vorstand und Vorstandsvorsitzenden der Universitätsmedizin Mainz Norbert Pfeiffer. /Astrid Bergmeister

Mainz – Die Tarifkommissionen der Gewerkschaft Verdi und der Universitätsmedizin Mainz (UM) haben heute die zweite Verhandlungsrunde für einen neuen Haustarifver­trag erfolgreich beendet. Darauf haben beide Seiten heute in einer gemeinsamen Mittei­lung hingewiesen.

Verdi und Uniklinik verständigten sich demnach auf eine tarifliche Steigerung der Ent­gelte in zwei Stufen. Die Vergütung für die Gesundheitsberufe soll rückwirkend zum 1. Juli 2019 um 3,25 Pro­zent steigen und sich ab dem 1. Juli 2020 um weitere 3,75 Pro­zent erhöhen.

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Die Ausbildungsentgelte werden ab dem 1. Juli 2019 um sieben Prozent erhöht. In der ersten Verhandlungsrunde hatten sich die Tarifpartner bereits auf die Zahlung einer Auszubildendenvergütung für die 680 Schüler der Gesundheitsfachberufe an den staatlich anerkannten Lehranstalten der Universitätsmedizin Mainz geeinigt.

Darüber hinaus wurden diverse Boni vereinbart. So sollen examinierte Pflegekräfte, die seit mindestens einem Jahr für die Patienten der Universitätsmedizin Mainz in der direkten Krankenversorgung am Bett tätig sind, einen Treuebonus über monatlich 300 Euro erhalten. Examinierte Absolventen der UM-eigenen Gesundheitsfachschulen, die in ihrem ers­ten Übernahmejahr in der direkten Patientenversorgung am Bett arbeiten, bekommen eine monatliche Zulage von 150 Euro.

Examinierte Pflegekräfte außerhalb der stationären Patientenversorgung, die seit min­destens einem Jahr an der Universitätsmedizin beispielsweise im OP oder den Ambu­lanzen der Polikliniken beschäftigt sind, erhalten eine Erhöhung um insgesamt 300 Euro monatlich. Diese wird den Tairfpartnern zufolge in drei Stufen gezahlt.

Für den Personenkreis mit Fachweiterbildung verdoppelt sich die Zulage vom 1. Juli 2019 an auf 150 Euro. In gleicher Höhe erhalten fortan auch die zertifizierten Still­beraterinnen und das fachweitergebildete Personal für die Notfallversorgung diese Zulage. Die Zulage für die Beschäftigten der Funktionsbereiche verdoppelt sich auf 90 Euro.

Ebenfalls Zulagen gibt es für Hebammen im Perinatalzentrum Level 1. Diese be­kom­men ab dem 1. Juli 2019 eine Zulage von 300 Euro monatlich gewährt. Zudem wurde ab dem gleichen Zeitpunkt eine höhere Eingruppierung in die Entgeltgruppe Kr8a ver­einbart. Die Tarifeinigung gilt rückwirkend vom 1. Januar 2019 bis zum 31. Dezember 2020.

Beide Seiten zeigten sich zufrieden mit den Ergebnissen. „Nach harten und konstrukti­ven Verhandlungen ist es uns gelungen, viele Interessen zu berücksichtigen und aus­gleichende Lösungen zu finden“, sagte der Verhandlungs­führer der Universitätsmedi­zin Mainz, der Kaufmännische Vorstand Christian Elsner.

„Dieses Ergebnis haben wir in ständiger Rückkoppelung mit den Teamdelegierten der Stationen und Bereiche erreichen können. Damit gelangen eine Aufwertung der Pfle­ge­berufe und endlich eine Vergütung für alle Ausbildungsberufe“, erklärte Frank Hut­macher, ver.di-Verhandlungsführer und Fachbereichsleiter des ver.di Landesbezirks Rheinland-Pfalz-Saarland. © may/EB/aerzteblatt.de

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