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Politik

Krankenhausplan für Nordrhein-Westfalen soll bis zum Jahresende stehen

Montag, 8. Juli 2019

/dpa

Düsseldorf – Bis zum Jahresende soll in Nordrhein-Westfalen (NRW) der Entwurf für einen neuen Krankenhausplan vorliegen. Das hat Helmut Watzlawik, Leiter der Abtei­lung Gesundheit des Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales, angekündigt.

Der Entwurf eines von Ge­sund­heits­mi­nis­ter Karl-Josef Laumann (CDU) in Auftrag ge­gebenen Gutachtens zur stationären Versorgung in NRW, das ursprünglich bereits En­de Juni veröffentlicht werden sollte und das von den Krankenhäusern mit Spannung er­wartet wird, läge vor, sagte Watzlawik kürzlich bei einer Managementtagung des Ver­bands der Krankenhausdirektoren Deutschlands.

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Man wolle sich „die nächsten acht Wochen Zeit nehmen, das Gutachten zu lesen und zu bewerten und werden es dann Ende August vorstellen“, sagte der Leiter der Abtei­lung Gesundheit. Vorher werde niemand etwas erfahren, auch die Presse nicht. Dem Minister sei es wichtig, dass man „einen überzeugenden“ neuen Krankenhausplan vorstelle. Daher solle alles getan werden, um etwaigen Gerüchten vorzubeugen, zu­mal die Schließung von Abteilungen oder gar kompletten Kliniken immer für sehr viele Emotionen und Diskussionen sorge.

Der Abteilungsleiter des Ge­sund­heits­mi­nis­teriums dämpfte allzu hohe und falsche Er­wartungen an das Gutachten. „Professor Reinhard Busse schreibt uns nicht den neu­en Krankenhausplan, sondern wird eine Grundlage dafür schaffen.“ Einem Gutachten könne man folgen, man müsse es aber nicht. Die Befürchtung der Krankenhäuser, durch den neuen Krankenhausplan werde es zu einem Kahlschlag in der stationären Versorgung kommen, wies Watzlawik entschie­den zurück.

„Wir wollen nicht allein Kapazitätsabbau in den Vordergrund stellen, sondern wir möch­ten unsere Krankenhauslandschaft effizienter aufstellen, die Versorgungskapa­zität verbessern.“ Und über effizientere Strukturen müsse man auch vor dem Hinter­grund des Fachkräftemangels nachdenken.

„Gebe es weniger Krankenhäuser, hätten wir weniger Personalprobleme.“ Darüber hinaus sei die Einzelförderung von Investitio­nen an die Sicherstellung der Versorgung im ländlichen Raum geknüpft, um dort gleiche Lebensbedingungen wie in den Städten zu schaffen.

Watzlawik sieht die Krankenhausgesellschaft Nordrhein-Westfalen (KGNW) mit ihren Positionen zur Krankenhausplanung „gar nicht so weit entfernt“ vom Ministerium. Er bezog sich dabei auf ein ebenfalls bei der Tagung vorstelltes Grundsatzpapier der KGNW.

Darin spricht sich die KGNW dafür aus, dass nicht bedarfsnotwendige Kapazitäten abgebaut werden sollen und dass Standorte zusammengeführt und im Einzelfall auch geschlossen werden sollen. „Das könnte auch aus dem Ministerium kommen“, so Watzlawik. © ts/aerzteblatt.de

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