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Ausland

Malta hat Migranten von Rettungsschiff „Alan Kurdi“ aufgenommen

Montag, 8. Juli 2019

/picture alliance, Xinhua

Valletta – Nach ihrer Irrfahrt auf dem Mittelmeer sind die 65 Migranten vom deutschen Rettungsschiff „Alan Kurdi“ gestern in Malta gelandet. Die Geretteten sollen umge­hend auf an­dere europäische Länder verteilt werden. Das hatte die Regierung in Val­letta nach Gesprächen mit der EU-Kommission und Deutschland bekannt­ge­geben. Details über die genaue Verteilung gab es zunächst nicht.

62 von ihnen seien an ein Patrouillenboot des Inselstaats übergeben worden und am Abend in Malta gelandet, teilte Maltas Armee mit. Drei Migranten, die dringend ärztli­che Hilfe brauchten, wurden demnach schon zuvor per Lufttransport geholt.

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Die „Alan Kurdi“ war tagelang auf Irrfahrt auf dem Mittelmeer gewesen. Italien wollte die 65 von einem überfüllten Schlauchboot vor der libyschen Küste geretteten Men­schen nicht an Land lassen. Auch Malta hatte sich zunächst gesperrt. An Bord spitzte sich die Lage zu.

Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) begrüßte, dass Malta den 123 Migranten erlaubt hatte, an Land zu gehen. „Auf Bitten von Malta sollen hiervon 94 Personen in andere Mitgliedstaaten verteilt werden. Im Geiste der europäischen Solidarität habe ich angeboten, dass wir uns hieran mit bis zu 40 Personen beteiligen“, teilte er am Abend über sein Ministerium mit.

Er sei zufrieden, dass es gelungen sei, zügig eine Ausschiffung zu ermöglichen. „Aller­dings brauchen wir für diese Fälle jetzt schnell einen tragfähigen und funktionierenden Mechanismus. Daran müssen die Europäische Kommission und die Mitgliedstaaten mit Hochdruck arbeiten“, so Seehofer. © dpa/aerzteblatt.de

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