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Ausland

Pussy Riot gibt Protestkonzert gegen Abtreibungsverbot

Montag, 8. Juli 2019

Pussy Riot bei einem Auftritt in Mailand. /picture alliance, NurPhoto

New York – Die russische Protestgruppe Pussy Riot gibt am Donnerstag ein Benefiz­konzert im US-Bundesstaat Alabama, um gegen das dort jüngst verschärfte Abtrei­bungs­verbot zu protestieren.

Die Einnahmen des bereits ausverkauften Konzerts in der Stadt Birmingham sollen der auf Familienplanung spezialisierten US-Organisation Planned Parenthood und dem Yellowhammer Fund zugute kommen, der Frauen unterstützt, die in einer der drei Kliniken des Bundesstaats abtreiben lassen wollen.

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Alabama hatte im Mai das landesweit restriktivste Abtreibungsgesetz verabschiedet. Es macht Abtreibung zu einer Straftat, selbst wenn eine Frau durch eine Vergewalti­gung oder Inzest schwanger wurde.

Schwangerschaftsabbrüche sind demnach nur dann legal, wenn das Leben der Mutter in Gefahr ist oder der Fötus eine unheilbare Krankheit hat. Ärzten drohen zwischen zehn und 99 Jahren Haft. Das Abtreibungsgesetz soll erst im November in Kraft tre­ten, dürfte aber ein Fall für den Obersten Gerichtshof werden.

Die Sowjetunion war 1920 das erste Land der Welt, in dem Abtreibung legalisiert wur­de. Lediglich unter Joseph Stalin war sie ab 1936 zwei Jahrzehnte lang verboten.

Pussy Riot ist ein Kollektiv, das für seine offene Kritik an Russlands Staatschef Wladi­mir Putin bekannt ist. Die Gruppe hat in der Vergangenheit mit verschiedenen politi­schen Aktionen auf sich aufmerksam gemacht. Mehrere Pussy-Riot-Mitglieder, darun­ter Tolokonnikowa, wurden bereits wegen ihrer Proteste zu Haftstrafen verurteilt. © afp/aerzteblatt.de

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