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Juristisches Tauziehen um Behandlungsstopp von Lambert beendet

Montag, 8. Juli 2019

/picture alliance, 130516udr59, MAXPPP

Paris – Die Eltern von Frankreichs wohl bekanntestem Wachkomapatienten wollen ihren Sohn sterben lassen. „Wir können uns heute nicht mehr vorstellen, den tödlichen Prozess aufzuhalten“, sagte der Anwalt der Eltern, Jean Paillot, heute dem Sender Franceinfo.

Die Behandlung von Vincent Lambert war am vergangenen Dienstag nach einem ju­ristischen Tauziehen erneut eingestellt worden. Seitdem habe sich Lamberts Zustand verschlechtert, so Paillot. Weiter vor Gericht gegen den Stopp der Behandlung vorzu­gehen, sei „unangemessene Hartnäckigkeit“.

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Lambert war vor rund zehn Jahren bei einem Verkehrsunfall verunglückt und hatte sich schwer am Kopf verletzt. Er ist seitdem in einer Art Wachkoma. Die katholischen Eltern wollten den Tod ihres heute 42 Jahre alten Sohnes mit aller Macht verhindern und klagten sich erfolglos durch alle Instanzen. Lamberts Ehefrau kämpfte hingegen dafür, dass ihr Mann sterben darf.

„Vincents Tod ist jetzt unvermeidlich“, schrieben die Eltern in einem Brief, der der fran­zösischen Nachrichtenagentur AFP vorlag. „Dieses Mal ist es vorbei“, hieß es weiter. Die Berufungen der Anwälte gegen den die Einstellung der Behandlung seien ver­geblich gewesen. Zuletzt waren die Eltern am vergangenen Freitag erneut vor einem Gericht gescheitert.

Am vergangenen Dienstag hatte Lamberts behandelnder Arzt nach einer weiteren Ge­richtsentscheidung die künstliche Ernährung und Flüssigkeitszufuhr eingestellt. Zuvor waren medizinische Gutachter zu dem Ergebnis gekommen, dass Lambert nicht mehr bei Bewusstsein sei und sein Zustand sich auch nicht bessern werde. Die Eltern des ehemaligen Krankenpflegers argumentieren, ihr Sohn sei lediglich schwer behindert. © dpa/aerzteblatt.de

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