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Ärzteschaft

Erweiterte Schwangerschafts­vorsorge soll Komplikationen vermeiden

Montag, 8. Juli 2019

/sp4764, stock.adobe.com

Berlin – Ein erweitertes Vorsorgeprogramm für die Schwangerschaft hat die AG Ver­tragskoordinierung der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) und der Kassen­ärztlichen Vereinigungen (KVen) gemeinsam mit dem Berufsverband der Frauenärzte und dem Berufsverband Deutscher Laborärzte mit 60 Betriebskrankenkassen verein­bart.

„Hallo Baby“ ist ein Programm zur Vermeidung von Frühgeburten und infektionsbe­ding­ter Geburtskomplikationen. „Frühgeburten sind für die betroffenen Familien mit viel Leid verbunden. Ein Großteil der Frühgeburten ist durch rechtzeitige Intervention vermeidbar“, hieß es von den Vertragspartnern. Das erweiterte Vorsorgepaket ist für die rund 6,5 Millionen Versicherten kostenfrei.

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„Hallo Baby“ beginnt mit einem Toxoplasmosesuchtest, nachdem die Schwangerschaft festgestellt wurde. Die Frauen werden zudem in der Frauenarztpraxis zu den frühge­burtlichen Risiken, zu Spätfolgen und der Vermeidung von Toxoplasmose beraten.

In der Zeit zwischen der 13. und der 20. Schwangerschaftswoche wird ein Scheiden­ab­strich der Schwangeren auf bakterielle Besiedlung untersucht. Im Anschluss berät ein Gynäkologe die Schwangere und leitet bei Bedarf eine Behandlung ein.

Zwischen der 35. bis 37. Schwangerschaftswoche wird die Schwangere anogenital auf Streptokokken-B untersucht. Ist das Ergebnis auffällig, wird die Frau in einem ärztli­chen Gespräch zu den Risiken beraten und das weitere Vorgehen für die Entbindung besprochen.

Versicherte der teilnehmenden BKKen können die besonderen Leistungen des Vertra­ges „Hallo Baby“ bei teilnehmenden Frauenärzten in den Bezirken von 16 Kassenärzt­li­chen Vereinigungen in Anspruch nehmen. Eine Liste der teilnehmenden BKKen fin­det sich im Anhang 1 des Vertrages. © hil/aerzteblatt.de

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Bspellerberg
am Freitag, 16. August 2019, 14:36

Aus infektiologischer Sicht ein großer Fortschritt

Das Programm zielt auf die Früherkennung und Vermeidung behandelbarer infektiologischer Komplikationen während Schwangerschaft und Geburt. Man kann nur hoffen, dass die bisher noch nicht beteiliegten Krankenkassen nachziehen. Das wäre ein wichtiger Schritt, um die Säuglingssterblichkeit in unserem Land weiter zu senken.
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