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DFG gibt Handreichung zur tierexperimentellen Forschung heraus

Mittwoch, 10. Juli 2019

/dpa

Bonn – Die Ständige Senatskommission für tierexperimentelle Forschung der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) hat Wissenschaftler dazu aufgerufen, den Tierschutz bei der Forschungs- und Projektplanung immer zu berücksichtigen. Sie hat dazu jetzt eine Handreichung „Tierversuche in der For­schung: Das 3R-Prinzip und die Aussagekraft wissenschaftlicher Forschung“ ver­öffent­licht.

„Wir haben die spezifischen Anforderungen an die Durchführung von Tierversuchen in der Forschung herausgearbeitet und bieten darüber hinaus Hilfestellung zur validen Planung und Beschreibung tierexperimenteller Forschung“, erläutert die Vorsitzende der Senatskommission, Brigitte Vollmar. Ziel sei es, „die beiden elementaren Aspekte der tierexperimentellen Forschung, Tierschutz und wissenschaftliche Aussagekraft, enger miteinander zu verknüpfen.“

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Das 3R-Prinzip verpflichtet dazu, Tierversuche nach Möglichkeit durch alternative Me­thoden zu ersetzen (Replacement), die Anzahl der Versuchstiere zu reduzieren (Re­duction) und die Belastungen für die Tiere im Versuch zu verringern (Refinement).

„Die konsequente Umsetzung des 3R-Prinzips ist im ureigenen Interesse der Wissen­schaft, da eine Beeinträchtigung des Wohlergehens der Versuchstiere auch die Aus­sa­gekraft der Forschungsergebnisse beeinflussen kann“,  heißt es in der Handrei­chung.

Die Senatskommission betont, dass die Beachtung und Umsetzung des 3R-Prinzips zwar unerlässlich sei, allerdings müsse die wissenschaftliche Aussagekraft ebenfalls gewährleistet sein. Kriterien dafür seien die Qualität des Tiermodells, die Güte des an­genommenen Verhältnisses von Ursache und Wirkung sowie der Grad der Generali­sier­barkeit von Versuchsergebnissen über die spezifischen Bedingungen des jeweili­gen Versuchs hinaus.

„Die beiden Aspekte – Tierschutz und wissenschaftliche Aussagekraft – sind untrenn­bar miteinander verbunden und müssen daher auch in der Breite der wissenschaftli­chen Community bereits bei der Planung und Beschreibung eines Forschungsprojekts berücksichtigt werden“, fasst Vollmar zusammen. © hil/aerzteblatt.de

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