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Vermischtes

Wissen über Impfungen wenig ausgeprägt

Dienstag, 9. Juli 2019

/dpa

Berlin – Um das Wissen über Impfungen ist es bei den Deutschen nicht gut bestellt. Das zeigte eine aktuelle Umfrage der Barmer. Nur jeder zweite Bundesbürger sieht sich demnach als ausreichend geimpft an. Nur jeder zehnte Deutsche weiß, dass er Impfungen auffrischen muss.

Der Umfrage zufolge sind sich 20 Prozent der Befragten nicht sicher, ob ihr Impfschutz ausreicht, weil sie ihren Impfpass länger nicht mehr geprüft haben. 16 Prozent haben Zwei­fel, weil sie die aktuellen Impfempfehlungen nicht kennen.

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Mehr als zwei Drittel der Befragten prüfen den Umfrageergebnissen zufolge ihren Impfstatus und notwendige Auffrischungsimpfungen nicht regelmäßig selbst. Jeder Dritte verlässt sich dabei auf den Arzt. Zehn Prozent legen keinen Wert auf eine Prü­fung oder haben generelle Impfbedenken. Befragt wurden tausend Frauen und Männ­er ab 18 Jahren.

Barmer-Chef Christoph Straub sprach von einem „Alarmsignal, dass viele Menschen ihren Impfstatus nicht kennen oder womöglich Impflücken haben“. Das gefährde den Impfschutz der Gemeinschaft, der bei einer Durchimpfungsrate von weniger als 95 Prozent nicht mehr gegeben sei.

Damit seien Säuglinge und diejenigen, die sich nicht impfen lassen könnten, vor einer Ansteckung nicht mehr sicher. Die Barmer selbst bietet ihren Versicherten künftig ei­nen digitalen Impfplaner als App an. © afp/aerzteblatt.de

Kommentare

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Avatar #759489
MITDENKER
am Donnerstag, 25. Juli 2019, 12:12

Wissen über Impfungen

Wenn "Wissen über Impfungen" nur beinhaltet, dass man weiß welche man hat u. welche man noch machen sollte..., seltsamer "Wissensbegriff".
Da empfehle ich Bert Ehgartners Buch "Gute Impfung - schlechte Impfung". Nach dieser Literatur WEISS man wirklich etwas über Impfungen.
By the Way: Einem befreundeten - impffreudigen - Arzt habe ich das Buch geliehen, er ist mehr als verdutzt. Na immerhin...
Avatar #771555
Rosenkohl
am Donnerstag, 11. Juli 2019, 14:11

Es gibt keine absolute "Sicherheit vor Ansteckung"

Nach Angaben der Bundesregierung unter Berufung auf das RKI können ca. 2% der Bevölkerung nicht gegen Masern geimpft werden (vergl. http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/19/099/1909944.pdf, S.7) Die Durchimpfungsrate der Bevölkerung kann demnach höchstens 98% betragen.

Gegenüber dem bei einer Impfquote von 98% bestehenden Erkrankungsrisiko für Ungeimpfte ist bei geringeren Impfquoten auch bei bestehender Herdenimmunität das Erkrankungsrisiko für Ungeimpfte relativ erhöht.

Nimmt man eine kritischen Schwelle zur Herdenimmunität bei Masern von ca. 90% und Effektivität der zweifachen Impfung von 99% an, dann ist bei einer Impfquote von 95% das Risiko für Ungeimpfte bereits um ca. 73% gegenüber dem bei einer Impfquote von 98% bestehende Risiko erhöht.

Zum Vergleich, bei einer Impfquote von nur 92% ist das Risiko für Ungeimpfte um ca. 550% gegenüber dem bei einer Impfquote von 98% bestehende Risiko erhöht, bei gleichwohl bestehender Herdenimmunität.

Die Herdenimmunität würde unter unseren Annahmen erst bei Impfquoten unter 90,9% zusammenbrechen.

Eine vom Barmer-Chef postulierte "Sicherheit vor Ansteckung" kann es aufgrund der importierten Masernfälle nicht geben, auch nicht bei einer Durchimpfungsrate von 95%. Denn jährlich werden ca. 100 Masernfälle nach Deutschland importiert, wo sie einige Folgeansteckungen nach sich ziehen.

Bei einer angenommenen Lebenserwartung von ca. 80 Jahren beträgt das Risiko, als Ungeimpfter einmal im Leben an Masern zu erkranken ca. 1:100.
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