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S3-Leitlinie zu aktinischer Keratose und Plattenepithel­karzinom der Haut erschienen

Dienstag, 9. Juli 2019

/dpa

Berlin – Das Leitlinienprogramm Onkologie hat erstmals eine S3-Leitlinie „Aktinische Keratose und Plattenepithelkarzinom der Haut“ vorgelegt. Sie löst eine S2k-Leitlinie zum Plattenepithelkarzinom aus dem Jahr 2013 und eine S1-Leitlinie zur aktinischen Keratose aus dem Jahr 2011 ab.

„In der Leitlinie wurden Studien systematisch ausgewertet und die Therapien auf Wirk­samkeit, Nebenwirkungen und Nachhaltigkeit untersucht. Ärzte erhalten so einen Über­blick, welche Behandlungen nach Schweregrad der Erkrankung erforderlich sind“, erläuterte Claus Garbe vom Universitätsklinikum Tübingen, einer der Koordinatoren der Leitlinie.

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Die S3-Leitlinie soll Qualitätsstandards setzen, die über die gleichzeitig entwickel­ten Indikatoren in Krebsregistern und in zertifizierten Hautkrebszentren erfasst werden können und damit langfristig die Versorgung von Hautkrebspatienten verbessern. 

Die neue S3-Leitlinie ist unter Federführung der Deutschen Dermatologischen Gesell­schaft (DDG) und der Arbeitsgemeinschaft Dermatologische Onkologie der Deutschen Krebsgesellschaft und der DDG entstan­den. 28 Fachgesell­schaften und Organisa­tionen haben an der neuen Leitlinie mitgearbeitet.

Das Plattenepithelkarzinom entsteht vorwiegend durch eine hohe UV-Strahlung und gehört nach dem Basalzellkarzinom zu den häufigsten malignen Hauttumoren. 2014 sind nach dem Robert-Koch-Institut (RKI) schätzungsweise 29.300 Männer und 20.100 Frauen neu daran erkrankt. Tumoren mit einer Größe von weniger als einem Zentimeter metastasieren selten und haben laut den Leitlinienautoren sehr gute Hei­lungschancen.

Die aktinische Keratose, eine lichtbedingte Hautveränderung, ist die Vorstufe des hellen Hautkrebses. Sie tritt den Autoren zufolge noch häufiger auf als das Platten­epithelkarzinom. Das Risiko, an einer aktinischen Keratose oder einem Plattenepithel­karzinom zu erkranken, steigt mit zunehmendem Alter. Aufgrund der immer älter wer­denden Bevölkerung gehen Experten deshalb davon aus, dass die Anzahl der Neuer­krankungen in den kommenden Jahren weiter steigen wird.

Das Leitlinienprogramm Onkologie wird von der Arbeitsgemeinschaft der Wissen­schaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften (AWMF), der Deutschen Krebsgesell­schaft und der Deutschen Krebshilfe getragen. Es umfasst umfasst mittlerweile 25 S3- Leitlinien, die zu einem großen Teil auch als laienverständliche Patientenleitlinien vor­liegen. © hil/aerzteblatt.de

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