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Referenzwerte für Zufuhr von Zink und Vitamin B6 überarbeitet

Mittwoch, 10. Juli 2019

©pictoores - stock.adobe.com

Bonn – Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) hat die Referenzwerte für die Zufuhr von Zink und Vitamin B6 überarbeitet. Unter der Bezeichnung Vitamin B6 wer­den der DGE zufolge verschiedene vitaminwirksame Verbindungen zusammenge­fasst. Dazu zählen zum Beispiel Pyridoxin, Pyridoxamin und Pyridoxal. Vitamin B6 gehört zu den wasserlöslichen Vitaminen.

Die Referenzwerte für die Vitamin-B6-Zufuhr unterscheiden sich nach Alter und Ge­schlecht: Sie steigen von 0,1 Milligramm (mg) pro Tag für Säuglinge im Alter von 0 bis unter vier Monaten auf 1,6 mg pro Tag für erwachsene Männer. Für Schwangere liegt die empfohlene Zufuhr bei 1,5 mg pro Tag im ersten Trimester und 1,8 mg pro Tag im zweiten sowie dritten Trimester. Die empfohlene Zufuhr für Stillende beträgt 1,6 mg pro Tag.

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Neu bei der empfohlene Zufuhr von Zink für Erwachsene ist, dass sie nun abhängig von der Höhe der Phytatzufuhr angegeben wird. Eine hohe Zufuhr von Phytat, das vor allem in Hülsenfrüchten und Vollkornprodukten vorkommt, kann die Bioverfügbarkeit von Zink laut DGE um bis zu 45 Prozent vermindern.

Die Referenzwerte steigen mit zunehmendem Alter an. Der Schätzwert für Säuglinge im Alter von 0 bis unter vier Monate beträgt 1,5 mg Zink pro Tag. Die empfohlene Zu­fuhr für 15- bis unter 19-Jährige beträgt elf mg Zink pro Tag für weibliche und 14 mg Zink pro Tag für männliche Jugendliche.

Die empfohlene Zufuhr für Frauen ab 19 Jahren mit niedriger, mittlerer beziehungs­weise hoher Phytatzufuhr liegt bei 7 mg, 8 mg beziehungsweise 10 mg Zink pro Tag, für Männer liegen die Werte bei 11 mg, 14 mg beziehungsweise 16 mg Zink pro Tag. Für Schwangere und Stillende liegen die Werte etwas höher als für nicht schwangere Frauen.

„Eine vollwertige Ernährung nach den Regeln der DGE weist eine mittlere Phytatzu­fuhr auf, bei der die empfohlene Zufuhr pro Tag für Frauen 8 mg und für Männer 14 mg beträgt“, fasst die Fachgesellschaft zusammen.

Zink gehört laut DGE zu den essenziellen Spurenelementen. Das heißt, es ist für den Men­schen lebenswichtig und kann nicht vom Körper selbst gebildet werden. Für Zink gibt es keine klassischen Speicherorgane. Es muss regelmäßig mit der Nahrung zuge­führt werden, um einem Mangel vorzubeugen. © hil/aerzteblatt.de

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