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Soziale Herkunft hat Einfluss auf motorische Fähigkeiten

Dienstag, 9. Juli 2019

/dpa

Stuttgart – Kinder aus sozial schwächeren Familien können sich deutlich schlechter auf den Beinen halten und bewegen als Gleichaltrige aus besser gestellten Schichten.

Insgesamt seien bei den Einschulungsuntersuchungen bei jedem vierten Kind (27 Prozent) im Alter von fünf Jahren körpermotorische Auffälligkeiten festgestellt worden, teilte das Landesgesundheitsamt (LGA) Baden-Württemberg heute mit. Während 22 Prozent der Kinder mit hohem Sozialstatus körpermotorisch auffällig wa­ren, lag dieser Anteil bei Kindern mit niedrigem Sozialstatus bei 32 Prozent.

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„Die Chan­cen auf ein gesundes Aufwachsen sind nicht gleich verteilt“, sagte Michael Böhme vom Landesgesundheitsamt. Kinder aus sozial benachteiligten Familien seien nicht nur häufiger übergewichtig, sondern auch öfter motorisch auffällig, sagte Böhme.

Außerdem nähmen sie seltener an kostenlosen Früherkennungsuntersuchungen teil. Das vergleichsweise schlechte Verhältnis habe sich in den vergangenen Jahren nicht wesentlich verändert.

Das LGA beruft sich auf Auswertungen der Einschulungsuntersuchungen in Baden-Württemberg aus dem Jahr 2016/2017. Bei diesen hätten Eltern für rund ein Drittel der 90.000 Kinder im Alter von vier und fünf Jahren einen freiwilligen Fragebogen ausge­füllt. „Die Kinder bewegen sich einfach zu wenig“, sagte Böhme. Dabei sei das Kindesalter entscheidend, es entwickelten sich dann die wichtigen Fähigkeiten für das spätere Leben. © dpa/aerzteblatt.de

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