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Friedrich-Loeff­ler-Institut will internationaler werden

Mittwoch, 10. Juli 2019

Julia Klöckner (CDU), Bundesministerin für Ernährung und Landwirtschaft und Thomas Mettenleiter, Präsident des Friedrich-Loeffler-Instituts. /picture alliance, Stefan Sauer

Greifswald – Das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) auf der Insel Riems bei Greifswald will internationaler werden. Ein Schritt dafür wäre der Aufbau eines Instituts für „One Health“ – für die Einheit der Gesundheit von Mensch, Tier und Umwelt, wie Instituts­prä­sident Thomas Mettenleiter gestern beim Besuch von Bundeslandwirtschafts­minis­terin Julia Klöckner (CDU) sagte.

Für die Ministerin war es der Antrittsbesuch im Bundesforschungsinstitut für Tierge­sundheit, das zum Geschäftsbereich ihres Hauses gehört. Das FLI besteht aus elf Ins­tituten an bundesweit fünf Standorten.

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„Die internationale Ausrichtung hat 2006 be­gon­­­­­n­en, als Reaktion auf die Vogelgrippe“, sagte Mettenleiter. Damals sei eine Arbeitsgruppe internationale Tiergesundheit gebildet worden. Sie sollte die Grundlage für das neue Institut sein, für das er neun Planstellen veran­schlagt.

Die Arbeit des Instituts werde zunehmend durch international verbreitete Erreger be­stimmt. „Seuchen kennen keine Grenzen“, sagte der Präsident. Die Afrikanischen Schweinepest oder das West-Nil-Virus habe man früher als Tropenkrankheiten be­zeichnet. Heute verbreiteten sie sich über die ganze Welt.

Klöckner sagte, sie sei gekommen, um über Pläne zu sprechen, wie das FLI zu stär­ken sei. Jährlich seien im Haushalt mehr als 100 Millionen Euro für das Institut vorge­sehen. „Es wäre fahrlässig, nicht in die Zukunft zu investieren“, meinte sie. Auch sei es wichtig, sich weltweit zu vernetzen. Zum Vorschlag für ein weiteres Institut sagte sie: „Wir müssen uns anstrengen, das im Haushalt unterzubringen.“

Laut Mettenleiter konzentrieren sich die internationalen Aktivitäten des FLI derzeit auf Afrika, Asien und Osteuropa. Es gehe darum, Seuchen dort zu bekämpfen, wo sie entstehen. Daher würden beispielsweise afrikanische Partner im FLI sowie in ihren Heimatländern ausgebildet, um Seuchen zu erkennen und eine Verbreitung zu ver­hindern.

Erreger würden zumeist durch den Menschen verbreitet. So würden infizierte Stech­mücken oder deren Eier in Autos oder Flugzeugen, in Pflanztöpfen oder im florieren­den Gebrauchtreifenhandel in anderen Ländern eingeschleppt. © dpa/aerzteblatt.de

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