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Berliner Institut für Gesundheitsforschung wird Teil der Charité

Mittwoch, 10. Juli 2019

/dpa

Berlin – Das Berliner Institut für Gesundheitsforschung (Berlin Institute of Health (BIH) wird zur dritten Säule der Charité – Universitätsmedizin Berlin neben Krankenversor­gung und Medizi­ni­scher Fa­kultät. Bun­des­for­schungs­minis­terin Anja Karli­czek (CDU) und der Regie­rende Bürger­meister von Berlin, Michael Müller (SPD), unterzeichne­ten heute dafür eine Verwaltungsvereinbarung zwischen Bund und Land Berlin.

Die Inte­gration des BIH in die Charité soll voraussichtlich zum 1. Januar 2021 erfol­gen. Das BIH ist unter anderem auf neuartige Therapien spezialisiert. Hauptziel ist es, die Lücke zwischen Grundlagenforschung und Anwendung am Kran­kenbett besser zu schließen.

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Der Bund steigt damit erstmals direkt in die dauerhafte Grundfinanzierung eines Uni­versitätsklinikums ein und betritt wissenschaftspolitisches Neuland. Möglich macht das der 2015 novellierte Artikel 91b des Grundgesetzes, teilten das Bundesforschungs­ministerium und die Berliner Senatskanzlei mit.

Danach können Bund und Länder bei der Förderung von Wissenschaft und Forschung zusammen­wir­ken – auch in Landesinstituten wie der Charité. Das BIH wird im Schnitt mit 70 Millio­nen Euro im Jahr vom Bund und mit 7,8 Millionen Euro im Jahr von Berlin finanziert.

Das Max-Delbrück-Centrum (MDC) für Molekulare Medizin als Teil der Helmholtz-Gemein­schaft und die Charité versuchen bereits seit 2013 unter dem BIH-Dach ihre Stärken zu vereinen. Mit dem strukturellen Neustart soll das effizienter werden. Das BIH soll künftig zwei Standorte haben: einen bis Ende 2021 an der Charité in Mitte im Wert von 74 Millionen Euro, den anderen bis Mitte 2020 am MDC in Buch im Wert von 24 Millionen Euro.

Die grundlegende Einigung darauf stammt bereits vom April dieses Jahres, vergan­ge­ne Woche stimmten auch alle anderen Bundesländer zu. Der Bund erhält damit erst­mals einen Platz im Aufsichtsrat der Charité, das BIH ist künftig im Charitévorstand vertre­ten. © dpa/may/aerzteblatt.de

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