NewsVermischtesPatienten wollen online Arzttermine vereinbaren
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Vermischtes

Patienten wollen online Arzttermine vereinbaren

Mittwoch, 10. Juli 2019

/sebra, stockadobecom

Berlin – Eine wachsende Anzahl von Patienten will auch online Termine beim Arzt buchen können. 38 Prozent könnten sich vorstellen, ihre Termine online zu vereinba­ren, 26 Prozent täten dies bereits, teilte der Branchenverband Bitkom heute in Berlin unter Berufung auf eine aktuelle Umfrage mit. 41 Prozent kommunizierten zudem per Whats-App oder Chat mit dem Arzt oder dess­en Praxisteam. Jeder Zehnte habe ein solches Angebot schon einmal genutzt.

Auch an mehr Serviceleistungen haben die Patienten Interesse. So möchten sich 39 Prozent der Patienten per SMS oder E-Mail an fällige Vorsorgeuntersuchungen er­innern lassen. 27 Prozent nutzten diesen Service bereits. Per E-Mail mit Ärzten oder Krankenhäusern in Kontakt treten würden 36 Prozent, 16 Prozent taten dies schon. Bitkom befragte 1.005 Menschen ab 16 Jahren.

Anzeige

„Wir sehen quer durch alle Altersgruppen eine große Aufgeschlossenheit gegenüber digitalen Angeboten im Gesundheitsbereich“, sagte Bitkom-Hauptgeschäftsführer Bern­hard Rohleder. Gerade kranken oder körperlich beeinträchtigten Menschen sollte man den Kontakt mit dem Arzt so einfach wie möglich machen. Der Service im Ge­sund­heitswesen könne durch solche Angebote schnell und wirksam verbessert wer­den.

Die Befragten zeigten sich dem Verband zufolge auch in anderen Bereichen sehr offen gegenüber digitalen Technologien. So können sich sechs von zehn Befragten vorstellen, dass während einer Operation Spezialisten aus der Ferne per Video in den OP-Saal geschaltet werden, um dem ausführenden Arzt Hinweise und Hilfestellungen zu geben. Fast jeder Zweite (49 Prozent) würde via Telemedizin Ärzte aus dem Aus­land konsul­tieren, etwa um eine zweite Meinung einzuholen.

Auch an der Digitalisierung ihrer Patientendaten zeigen die Befragten großes Inter­esse: 47 Prozent können sich die telemedizinische Überwachung ihres Gesundheits­zu­standes vorstellen. Der Arzt kann so etwa bei chronisch kranken Menschen Blut­druck oder Blutzuckerwerte aus der Ferne überprüfen. Jeder Vierte (26 Prozent) möchte außerdem seine Untersuchungsergebnisse wie MRT-Befunde in digitaler Form bekommen. Mehr als jeder Zweite (55 Prozent) hat von diesem Service schon einmal Gebrauch gemacht.

© dpa/may/aerzteblatt.de

Themen:

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Avatar #766388
dragoste_ura
am Samstag, 13. Juli 2019, 14:28

Antowort zum Kommentar "Onlinetermine vereinbaren"

zebrawels, inwieweit sichern Sie die telefonisch vereinbarten Termine von der Nichteinhaltung ab? Verantwortungsbewusste Patienten und Patientinnen nehmen ihre Termine wahr bzw. sagen rechtzeitig ab. Es ist völlig irrelevant, ob sie telefonisch oder online vereinbart worden sind.
Avatar #105043
zebrawels
am Mittwoch, 10. Juli 2019, 20:28

Onlinetermine vereinbaren

Wenn die Patienten in Vorkasse gehen um den vereinbarten Termin ernst zu nehmen und einzuhalten kann man sich das vorstellen
LNS

Nachrichten zum Thema

9. Juli 2020
Berlin – In den nächsten Jahren können fast vier Milliarden Euro in die Digitalisierung der Krankenhäuser investiert werden. Darauf wies Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter Jens Spahn (CDU) gestern im Rahmen
Digitalisierung der Krankenhäuser: Finanzielle Mittel nicht per Gießkanne
9. Juli 2020
Berlin – Die Coronapandemie hat dem Bereich Digital Health einen starken Schub verliehen. Insbesondere die Akzeptanz der Patienten für Videosprechstunden stieg laut einer heute vorgelegten Umfrage des
Coronakrise bringt Aufschwung bei Videosprechstunden
7. Juli 2020
Berlin – Im Zusammenhang mit der Störung der Tele­ma­tik­infra­struk­tur (TI) droht unter Umständen ein langwieriger Rechtsstreit. Die Gematik sieht sich als für den Aufbau der TI verantwortliche
Gematik droht langwieriger Rechtsstreit wegen TI-Störung
3. Juli 2020
Berlin – Die Digitalisierung im Gesundheitswesen kommt einen weiteren Schritt voran. Der Bundestag hat heute dem Patientendatenschutzgesetz (PDSG) zugestimmt, mit dem nun verbindliche Regelungen zur
Elektronische Patientenakte nimmt nächste Hürde
3. Juli 2020
Berlin – Die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) appelliert eindringlich an alle Ärzte und Psychotherapeuten, sich rechtzeitig um die nötige Technik für die kommenden Anwendungen der
Was Ärzte jetzt für die Tele­ma­tik­infra­struk­tur brauchen
3. Juli 2020
Berlin – Fast drei Viertel der Deutschen befürworten die geplante elektronische Patientenakte (ePA). Laut einer heute in Berlin veröffentlichten Umfrage des Bundesverbandes der Arzneimittel-Hersteller
Viele Deutsche befürworten elektronische Patientenakte
1. Juli 2020
Berlin – Zur Verbesserung der Versorgungsqualität sollen künftig auch die Kassenärztlichen Vereinigungen wie auch die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) digitale Innovationen fördern und diese
LNS

Fachgebiet

Stellenangebote

    Anzeige

    Weitere...

    Aktuelle Kommentare

    Archiv

    NEWSLETTER