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Politik

Klöckner für Werbeverbot auch für E-Zigaretten mit Nikotin

Donnerstag, 11. Juli 2019

/dpa

Berlin – In der Diskussion um weitere Tabakwerbeverbote wirbt die zuständige Bun­desministerin Julia Klöckner für umfassende Beschränkungen. „Ob Filter- oder E-Ziga­rette: Alle derartigen Produkte, in denen Nikotin enthalten ist, sollten meiner persönli­chen Meinung nach nicht mehr beworben werden dürfen. Weder auf Plakatwänden noch im Kino“, sagte die CDU-Politikerin dem Redaktionsnetzwerk Deutschland.

Sie bekräftigte, dass die Entscheidung im Parlament liege. Die Koalitionsabgeord­ne­ten seien dabei, sich über eine gemeinsame Gesetzesinitiative zu verständigen. Bun­deskanzlerin Angela Merkel (CDU) hatte sich erst kürzlich für ein Verbot von Tabak­werbung ausgesprochen und gesagt: „Bis zum Jahresende werden wir eine Haltung dazu finden.“

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In die lange festgefahrene Debatte ist Bewegung gekommen, nachdem die Union generellen Widerstand dagegen aufgegeben hat. In der vorigen Wahlperiode war ein Anlauf zu einem Außenwerbeverbot daran gescheitert. Nun wird darüber diskutiert, bestehende Beschränkungen auf Außenwerbung und Kinos auszuweiten. Offen ist, ob nur klassische Tabakprodukte einbezogen werden sollen.

Klöckner sprach sich dafür aus, dass ein Werbeverbot auch für E-Zigaretten gelten solle, die Nikotin enthalten. „Der Anteil mag teilweise geringer sein, gesundheitsschäd­lich ist er nach wie vor.“ Zu Argumenten, E-Zigaretten könnten Raucher zum Ausstieg bewegen, sage sie: „Sie können aber auch zum Einstieg motivieren.“

Auch die SPD will E-Zigaretten in ein Verbot einbeziehen. Tabu ist Tabakwerbung etwa schon in Radio und Fernsehen, Zeitungen und Zeitschriften. Laut Drogen- und Sucht­bericht der Bundesregierung sterben 120.000 Menschen jährlich an den Folgen des Tabakkonsums. © dpa/aerzteblatt.de

Kommentare

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Avatar #731292
cis2000
am Freitag, 20. September 2019, 23:18

Klöckner ohne Ahnung!

Politiker entscheiden ohne den Bürger. Immer weitere Einschränkungen kein Nikotin, CO2 Steuer, keine E Zigarette, Keinen Kamin, keine Ofen, kein Diesel Auto, City Maut und wo geht der Weg noch hin?
Klöckner ist nur Eine unter Vielen! Bei der nächsten Wahl beachten!
Avatar #781928
maxbarrett
am Montag, 29. Juli 2019, 19:35

Weder Frau Klöckner noch die SPD haben einen blassen Schimmer von was sie sprechen

Insofern Frau Klöckner Produkte der Marke JUUL meint - geschlossene Pod-Systeme mit definierten Nikotinmengen - soll sie diese auch benennen.
"Zu Argumenten, E-Zigaretten könnten Raucher zum Ausstieg bewegen, sage sie: „Sie können aber auch zum Einstieg motivieren.“
Da wird der Bock zum Gärtner. Die jährlich 120.000 an Tabakkonsum sterbenden Menschen hätten wohl eine Chance besessen, wenn sie anstatt zu Zigaretten zur E-Zigarette oder zum Verdampfer gegriffen hätten. "Harm-Reduction" ist hier das Stichwort.
In Grossbritannien wurden unlängst im Sandwell General Hospital in West Bromwich sowie im Birmingham City Hospital (beide staatliche NHS-Krankenhäuser) Vape-Shops eröffnet und die Raucherzonen abgeschafft. https://www.theguardian.com/society/2019/jul/10/vape-shops-hospital-smokers-kick-habit-west-midlands

Denken Sie mal darüber ein wenig nach, Frau Ministerin.
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