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Politik

Lauterbach und Scheer sind zweites Bewerber-Duo für SPD-Parteispitze

Freitag, 12. Juli 2019

Nina Scheer, Karl Lauterbach /picture alliance

Berlin – Für den SPD-Parteivorsitz hat ein weiteres Bewerber-Duo seine Kandidatur angemeldet: Der Gesundheitsexperte Karl Lauterbach und die Bundestagsabgeord­nete Nina Scheer kündigten heute an, als Team für die Parteispitze antreten zu wollen. Die beiden sprachen sich für eine Mitgliederbefragung über einen Verbleib in der großen Koalition aus.

„Unsere Politik muss wieder schlicht nichts anderes als sozialdemokratisch sein und darf nicht immerfort für einen hohen Preis dem Pragmatismus bis zur Selbstverleug­nung ausgeliefert werden“, heißt es im Bewerbungsschreiben von Scheer und Lauter­bach. „In der Vergangenheit haben die Menschen SPD gewählt und zu oft den Kom­promiss bekommen.“

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Scheer war dem Schreiben zufolge gegen den Eintritt in die erneute Große Koalition, Lauterbach dafür. „Heute sind wir uns einig: die Große Koalition verschleppt die Grundsatzentscheidung über zukunftsgewandte, nachhaltige Politik in Deutschland und für Europa.“ Selbst wenn die SPD in der Koalition auch vieles erreicht habe, „wie­gen Vertrauensverlust und Hemmnisse schwer“. Zum Verbleib im Regierungsbündnis sollten die Mitglieder befragt werden.

Die 47-jährige Scheer sitzt seit 2013 für die SPD im Bundestag. Sie ist stellvertretende Vorsitzende des Parlamentarischen Beirats für nachhaltige Entwicklung. Der Gesund­heitspolitiker Lauterbach ist bereits seit 2005 Bundestagsabgeordneter. Er ist seit 2013 stellvertretender Fraktionsvorsitzender, zuständig für die Bereiche Gesundheit, Petition, Wissenschaft, Bildung und Forschung.

Vor anderthalb Wochen hatten bereits Außen-Staatsminister Michael Roth und die ehemalige NRW-Landesministerin Christina Kampmann offiziell ihre Bewerbung ange­meldet.

Die SPD sucht nach dem Rücktritt von Andrea Nahles eine neue Spitze, im Gespräch ist dafür ein Duo. Interessenten können ihre Kandidatur noch bis zum 1. September anmelden. Anschließend stimmen die Mitglieder ab. Die formale Entscheidung über den künftigen Vorsitz und auch über die Installierung einer Doppelspitze fällt ein Par­tei­tag im Dezember. © afp/aerzteblatt.de

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MITDENKER
am Mittwoch, 21. August 2019, 14:42

Lauterbach im Führungsduo - dann wäre die SPD unwählbar

...jedenfalls für mich. Wer so tendenziös und einseitig gegen die Homöopathie ablästert und für die Impfpflicht kämpft, bekommt von mir keine Stimme u. auch keine von meinen Kollegen. Schade, denn Deutschland könnte eine runderneuerte SPD gut gebrauchen... (Willy komm bitte zurück)
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