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Politik

Spahn wirbt im Kosovo um Pflegefachkräfte

Montag, 15. Juli 2019

Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter Jens Spahn (links) traf den Ministerpräsidenten des Kosovo, Ramush Haradinaj. /picture alliance, Xander Heinl, Photothek, BMG

Berlin – Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter Jens Spahn (CDU) hat im Kosovo persönlich um Alten- und Krankenpflegefachkräfte für Deutschland geworben. Es gehe nicht darum, anderen Ländern Pflegekräfte wegzunehmen, sondern darum, dass man mit Ländern kooperie­re, die über den eigenen Bedarf hinaus ausbildeten, sagte Spahn.

Der Minister betonte, im Kovoso gebe es sehr viele junge Menschen. Davon seien 50 bis 60 Prozent arbeitslos. Insofern sei das Kosovo ein Musterland für eine Koopera­tion, bei der beide Seiten etwas davon hätten.

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Der Minister traf im Kosovo unter anderem Pflegeschüler, sprach mit ihnen über ihre berufliche Zukunft und gab Auskunft über Arbeitsmöglichkeiten in Deutschland. In der Hauptstadt Pristina gab es außerdem Gespräche mit Vertretern der kosovarischen Re­gierung.

Anschließend unterzeichneten beide Seiten eine Vereinbarung zur Zusammenarbeit. Diese solle als Vorlage für ähnliche Projekte mit anderen Ländern dienen, hieß es vom Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter­ium heute. Die Pflegebranche in Deutschland leidet unter gro­ßem Fachkräftemangel – und das bei steigendem Bedarf.

Der Pflegebevollmächtigte der Bundesregierung, Andreas Westerfellhaus (CDU), rief die Bundesregierung heute im ZDF-Morgenmagazin dazu auf, schneller Visa für ein­wanderungswillige Pflegefachkräfte zu erteilen.

Es sei „unerträglich, dass man innerhalb der deutschen Botschaften nicht alles daran wirft, die Visa zu beschleunigen“, sagte er. Das Außenministerium solle auch prüfen, ob die Visumsvergabe nicht aus den Botschaften nach Deutschland verlagert werden könnte.

Ob die Pflegekräfte auch dauerhaft in Deutschland bleiben, hängt Westerfellhaus zu­folge davon ab, ob die Kollegen sie hier wertschätzend empfangen und gut einarbei­ten. Außerdem seien gute Sprachkenntnisse entscheidend für eine gelingende Inte­gra­tion.

© dpa/afp/may/aerzteblatt.de

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