NewsHochschulenForscher untersuchen Schach als ergänzendes Therapieangebot
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Hochschulen

Forscher untersuchen Schach als ergänzendes Therapieangebot

Dienstag, 16. Juli 2019

/picture alliance, PIXSELL

Mannheim – Wissenschaftler um Sabine Vollstädt-Klein vom Zentralinstitut für Seeli­sche Gesundheit (ZI) in Mannheim untersuchen, ob sich Schach als ergänzendes Therapieangebot bei suchtkranken Patienten positiv auf die Behandlung auswirkt und zu messbaren Veränderungen im Gehirn führt.

„Das schachbasierte kognitive Training ist gerade für suchtabhängige Patienten inter­essant, da vermutlich genau die Gehirnbereiche gestärkt werden, die bei Abhängig­keits­erkrankungen stark beeinträchtigt sind“, erläutert die Wissenschaftlerin.

Das schachbasierte kognitive Training unterscheidet sich von einer klassischen Schachpartie: Es findet im Rahmen einer Gruppentherapie statt. Die Therapeuten arbeiten mit einem Demobrett, auf dem Schachpositionen zu sehen sind. Im Laufe einer Sitzung wird jeder Patient gebeten, eine Aufgabe am Demo-Brett zu lösen.

„Dazu müssen die Teilnehmenden keine guten Schachspieler sein. Sie lernen aber im Laufe des Trainings mehr über das Spiel und mögliche Spielzüge“, hieß es aus Mann­heim. Die Therapie soll bei Suchtkranken Gehirnregionen stärken, die für Entschei­dungsfindung und Kontrolle wichtig sind. Die Forscher hoffen, dass sich durch das Training die Rückfallquote bei Suchtpatienten vermindern lässt.

Schachbasiertes kognitives Training hat laut Vollstädt-Klein zudem den Vorteil, dass es oft als weniger langweilig empfunden wird als andere kognitive Trainings. Zudem könnten Patienten nach einer Therapie das Spiel in ihrer Freizeit weiter betreiben, was soziale Kontakte fördern könne. 

Vollstädt-Klein ist aktive Schach-Turnierspielerin und Gründungsmitglied der Inter­nati­o­nal Society for Applied Chess (ISAC), welche die Anwendung von Schach zum Bei­spiel in der Psychotherapie, der Rehabilitation von Patienten und bei der Arbeit mit Flüchtlingen oder autistischen Kindern unterstützt. © hil/aerzteblatt.de

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Avatar #785010
sjoe
am Montag, 19. August 2019, 16:22

Erstaunlich, wo Schach spielen überall hilft!

Habe eine coole Seite gesehen für Schach Infos: https://schach-spielen.bernaunet.com
LNS
LNS

Fachgebiet

Stellenangebote

    Weitere...

    Aktuelle Kommentare

    Archiv

    NEWSLETTER