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Aids-Stiftung verwendet Mittel vor allem für Hilfsleistungen und Aufklärung

Montag, 15. Juli 2019

/dpa

Bonn – Die Deutsche Aids-Stiftung hat im vergangenen Jahr rund 3,1 Millionen Euro ausgegeben: 1,8 Millionen für Hilfsleistungen, knapp 600.000 Euro für Aufklärungs- und Anti-Diskriminierungsarbeit, etwa 341.000 Euro für allgemeine Öffentlichkeits­ar­beit und Spendenwerbung und etwa 355.000 Euro für Verwaltung. Das geht aus dem neuen Jahresbericht 2018 der Aids-Stiftung hervor.

„Der Deutschen Aids-Stiftung ist es wichtig, gute Projekte zur Aufklärung, Gesunder­haltung, Teilhabe und Integration zu unterstützen. So ermöglicht die Stiftung einerseits HIV-positiven Menschen, ein selbstverantwortliches und sinnerfülltes Leben führen zu können“, sagte Kristel Degener, geschäftsführende Vorstandsvorsitzende der Stiftung.

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Schwerpunkte in der Projektförderung in Deutschland waren mit 36 Prozent Angebote für Menschen mit Migrationshintergrund, gefolgt von Aufklärungs- und Informationsan­geboten mit 25 Prozent. Dabei unterstützte die Deutsche Aids-Stiftung Projekte von lokalen Trägern wie Aidshilfen und Aids-Beratungsstellen.

„Viele Jugendliche haben nur ein sehr lückenhaftes Wissen über HIV und Aids. Sie kennen weder die Bedeutung der Roten Schleife noch den Welt-Aids-Tag“, berichtet Bettina Breuer in dem Jahresbericht. Sie ist Sexualpädagogin der Gesundheitsagentur der Aids-Hilfe Rhein-Sieg.

Wegen dieser Wissenslücken werde sie auch bei Schülern aktiv. „Die meisten glau­ben, gegen HIV gebe es ja Tabletten“, umreißt sie die Einstellung in den Schulen. Im Verlauf des Kurses kläre sie daher unter anderem darüber auf, dass HIV und Aids immer noch nicht heilbar sind. Die Therapie stoppt bisher nur die Vermehrung des Virus im Körper. „Nur wer informiert und aufgeklärt ist, kann die eigene Gesundheit erhalten, fördern und sich somit vor HIV schützen“, betont Degener.

Die Deutsche Aids-Stiftung ist die größte Aids-Hilfsorganisation in Deutschland, die betroffenen Menschen materielle Unterstützung bietet und über HIV/Aids aufklärt. Sie hilft seit mehr als 30 Jahren bedürftigen Menschen mit HIV und Aids in Deutschland durch Einzelhilfen und durch die Unterstützung von Projekten wie betreutem Wohnen. Darüber hinaus fördert die Stiftung seit dem Jahr 2000 ausgewählte Hilfsprojekte, etwa für Aidswaisen, Jugendliche, Mütter und ihre Kinder, vor allem im südlichen Afrika. © hil/aerzteblatt.de

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