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Ausland

WHO spricht nach Ebolafall in kongolesischer Großstadt von „Warnung“

Dienstag, 16. Juli 2019

/dpa

Kinshasa/Genf – Nach dem ersten Ebolafall in der kongolesischen Millionenstadt Goma hat die Welt­gesund­heits­organi­sation WHO von einem ernsten Alarmsignal gesprochen. „Goma ist eine Warnung“, erklärte der für Krisenfälle zuständig WHO-Direktor Mike Ryan in Genf. Aus Goma hatten die kongolesischen Behörden zuvor eine erste In­fek­tion mit der hochgefährlichen Krankheit gemeldet.

Die Stadt im Ostkongo hat rund eine Million Einwohner. Es ist die bisher größte Stadt des Landes, in der bislang ein Ebolafall registriert wurde. In der Demokratischen Re­publik Kongo war im August eine Ebolaepidemie ausgebrochen, die bis heute anhält.

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Der Mann, der heute verstarb, war demnach am Sonntagmorgen mit einem Bus aus der Stadt Butembo in der Provinz Nord-Kivu in Goma eingetroffen und bei einem Ebo­lascreening positiv aufgefallen. Es handelte es sich um den Priester einer evange­li­kalen Kirche, der in sieben Gotteshäusern in der Region um Butembo predigte. Dort liegt das Zentrum des aktuellen Ebolaausbruchsbruchs­geschehens.

Die kongolesischen Behörden erhöhten ihre Vorsichtsmaßnahmen, riefen aber gleich­zeitig zur Ruhe auf. Das Risiko der Ausbreitung der tödlichen Krankheit sei gering. Der Infizierte sei schnell bemerkt und isoliert worden, hieß es. 60 Kontaktpersonen seien identifiziert und 30 davon gegen Ebola geimpft worden. Darunter befanden sich demnach auch der Busfahrer und die Buspassagiere.

Laut WHO befindet man sich in der Krise an einem kritischen Punkt. „Die WHO schätzt das Risiko einer Ausbreitung auf benachbarte Provinzen und Länder als sehr hoch ein“, hieß es heute. In den Gremien der WHO soll über die Ausrufung einer „Notlage von internationaler Tragweite“ beraten werden. Der Fachausschuss mit unabhängigen Experten diskutiere morgen darüber, teilte die WHO in Genf mit.

Laut Angaben des Ge­sund­heits­mi­nis­teriums starben bislang mehr als 1.650 Men­schen an den Folgen der Krankheit. Mehr als 690 Patienten konnten demnach geheilt werden. Erschwert wird der Kampf gegen Ebola durch Angriffe bewaffneter Milizen auf Behandlungszentren. © afp/dpa/may/aerzteblatt.de

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