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Ärzteschaft

Einheitliche Nummer in Berlin für Bereitschaftsdienst und Terminservicestelle

Dienstag, 16. Juli 2019

/KV Berlin

Berlin – Die Kassenärztliche Vereinigung (KV) Berlin hat die Telefonnummern für den ärztlichen Bereitschaftsdienst und die Terminservicestelle (TSS) unter der Nummer 116117 zusammengefasst. Sie setzt damit eine Regelung des Terminservice- und Versorgungsgesetzes (TSVG) rund ein halbes Jahr früher als vom Gesetz verlangt um.

„Mit dieser Zusammenlegung möchten wir den Weg zu uns so einfach wie möglich gestalten. Patienten rufen unter der 116117 an, wenn sie dringend ärztliche Hilfe be­nötigen oder wir bei der Suche nach einem Termin bei einem Arzt oder Psychothera­peu­ten unterstützen können“, sagte Burkhard Ruppert, stellvertretender Vorstandsvor­sitzender der KV Berlin.

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Im Augenblick ist die Terminservicestelle von Montag bis Freitag in der Zeit zwischen 9 und 15 Uhr telefonisch zu erreichen. In den übrigen Zeiten können sich Patienten online an die Stelle wenden. „An der ab Januar 2020 vom Gesetzgeber vorgegebenen Rund-um-die-Uhr-Erreichbarkeit der TSS arbeiten wir derzeit noch. Wir sind aber zu­versichtlich, dass wir dies endgültig Anfang 2020 umsetzen können“, so Ruppert.

Der ärztliche Bereitschaftsdienst ist auch nach der Zusammenlegung wie gewohnt rund um die Uhr im Einsatz und erreichbar. Die Leitstelle verfügt aber jetzt über eine Software namens „SmED“, mit der die Mitarbeiter eine medizinische Ersteinschätzung am Telefon vornehmen.

„SmED“ steht für „Strukturierte medizinische Ersteinschätzung in Deutschland“ und soll ebenfalls Anfang 2020 bundesweit eingeführt werden. Die KV Berlin ist eine von elf KVen bundesweit, die SmED bereits testen. Das Programm unterstützt die Mitar­beiter in der Leitstelle mit digitalen Fragebögen, direkten Auswertungen und Hand­lungsempfehlungen.

„Derzeit befindet sich SmED in der Testphase. Bis Ende des Jahres wird die Optimie­rungsphase abgeschlossen sein und die Software ab Januar 2020 in den Regelbetrieb überführt“, so Ruppert. Allerdings dauerten die Telefonate durch den Einsatz der Soft­ware etwas länger als bisher. „Diesen vermeintlichen Nachteil wollen wir für die Pa­tienten in einen Vorteil umkehren, da Menschen mit akuten Beschwerden durch die medizinische Ersteinschätzung einen Wegweiser erhalten“, so Ruppert. © hil/aerzteblatt.de

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