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Ausland

Zahl der Todesopfer durch Monsun in Südasien gestiegen

Donnerstag, 18. Juli 2019

/picture alliance, AP

Neu Delhi – Die Zahl der Todesopfer durch den Monsun in Südasien ist auf mehr als 270 gestie­gen. Die gestern veröffentlichten Bilanzen aus den Ländern Indien, Nepal, Bangla­desch und Pakistan stiegen gegenüber dem Vortag um etwa 70 Todesfälle.

In Bangladesch stand ein Drittel des Staatsgebietes unter Wasser. Die Hilfsorganisa­tion Save the Children erklärte, von den Überschwemmungen infolge der heftigen Monsunregen seien inzwischen 3,2 Millionen Kinder betroffen, die Lage sei gerade für Kinder „lebensbedrohlich“.

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In Indien stieg die Zahl der Monsuntodesopfer von 60 auf 100. Besonders stark be­troffen sind die Bundesstaaten Bihar und Assam im Norden und Nordosten des Lan­des. In Mumbai kamen 14 Menschen ums Leben, nachdem ein Gebäude eingestürzt war. Die Rettungskräfte stellten die Suche nach Verschütteten ein. Zuvor hatten sie eine 28-jährige Frau mit ihren beiden Kindern aus den Trümmern gerettet.

In Bangladesch nahm die Zahl der Toten von 44 auf 59 zu. Besonders hart betroffen vom Monsun sind dort die rund eine Million Flüchtlinge der muslimischen Rohingya-Minderheit, die wegen der Verfolgung durch das Militär in Myanmar aus dem Nachbar­land geflohen waren und notdürftig in Lagern im Bezirk Cox's Bazar untergebracht sind.

In Nepal kamen durch Überschwemmungen und Erdrutsche mindestens 83 Menschen ums Leben, 17.000 Familien mussten aus ihren überfluteten Häusern flüchten. Im pa­kistanischen Teil von Kaschmir starben 30 Menschen durch die Auswirkungen des Monsuns.

Die Monsunzeit in Südasien dauert von Juni bis September. Die Niederschläge wer­den benötigt, um die Bevölkerung des indischen Subkontinents ernähren zu können, die etwa ein Fünftel der Weltbevölkerung ausmacht. Allerdings führen die Monsun-Regen auch alljährlich zu Überschwemmungen und Erdrutschen.

Zahlreiche Orte sind derzeit von der Außenwelt abgeschnitten. Gesundheitsexperten befürchten die Ausbreitung von Krankheiten durch verunreinigtes Wasser. Sie riefen die internationale Gemeinschaft zur Unterstützung auf. © afp/aerzteblatt.de

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