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Politik

Warnung vor Panikmache nach Tuberkuloseausbruch an zwei Schulen in Baden-Württemberg

Donnerstag, 18. Juli 2019

/dpa

Stuttgart – Nach dem Tuberkulose(Tb)-Ausbruch an zwei Schulen in Bad Schönborn in Baden-Württemberg warnt das Ge­sund­heits­mi­nis­terium vor Panikmache in sozialen Netzwerken. An den beiden Schulen waren insgesamt zwei Kinder erkrankt und 50 Personen infiziert.

„Die Sorgen von Eltern und Lehrern im Umfeld der betroffenen Schulen sind verständ­lich. Bei der Tuberkulose handelt es sich jedoch heutzutage um eine im Regelfall gut behandelbare und heilbare Krankheit“, erklärte Sozial- und Integrationsminister Manne Lucha (Grüne) heute in Stuttgart. Von den mit Tb-Bakterien infizierten Erwachsenen erkrankten nur fünf bis zehn Prozent, so Lucha. Bei Kindern liege der Anteil etwas höher.

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Der Minister wies daraufhin, dass Tb-Fälle an Schulen immer wieder vorkämen. Aller­dings sei die „vergleichsweise hohe Zahl infizierter Schüler und Lehrer eher unge­wöhn­lich“, so Lucha. Es sei zu vermuten, dass der zuerst betroffene Schüler über einen längeren Zeitraum mit unerkannter Erkrankung den Unterricht besucht habe und dadurch viele Kontaktpersonen anstecken konnte.

„Hier ist eine sorgfältige Abklärung erforderlich und bei entsprechender ärztlicher Em­pfehlung eine konsequente vorbeugende Behandlung mit Antibiotika, die das Risiko eines Krankheitsausbruchs senken kann“, sagte der Ge­sund­heits­mi­nis­ter.

Er warnte davor, in sozialen Netzwerken falsche und panikmachende Informationen über ein unkontrolliertes Ausbreiten der Erkrankung zu verbreiten. „Die Mitarbeiter des Gesundheitsamtes Karlsruhe haben viel Erfahrung im Umgang mit Tb-Fällen sowie den notwendigen Maßnahmen und insofern mein volles Vertrauen bei der Bewältigung dieses Ausbruchs“, betonte er. 

In Baden-Württemberg traten in den vergangenen Jahren nach Angaben des Gesund­heitsministeriums zwischen 681 und 792 Fällen pro Jahr auf, im Jahr 2019 waren es bislang 331 Fälle. © hil/aerzteblatt.de

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Haiko
am Donnerstag, 15. August 2019, 23:22

RKI wegen Kosten seit 20 Jahren gegen TBC-Impfung? Nach 20 Jahren ohne Kontakt mit TBC-Erregern ist jeder besonders infektionsgefaehrdet , wenn nicht geimpft.

Und Erkrankung und Therapie sind problematischer als Impfung. Und amerikanische Studien haben gezeigt, dass autoimmune Erkrankung geheilt werden können, durch die T-Zell-System beruhigende TBC-Impfung.
LNS

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