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Ärzteschaft

Hartmannbund kritisiert Pläne für Grippeschutz­impfungen in Apotheken

Donnerstag, 18. Juli 2019

/dpa

Berlin – Der Hartmannbund (HB) hat die Pläne von Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter Jens Spahn (CDU) für Grippeschutzimpfungen in Apotheken kritisiert.

„Beim Impfen geht es eben nicht um einen rein technischen Vorgang, der so nebenbei – und sei es in einem separaten Beratungsraum – erledigt werden kann“, sagte der Vorsitzende des Verban­des, Klaus Reinhardt. Deshalb müsse dieser Geist zurück in die Flasche. Er betonte, die Entscheidung für oder – bei Kontraindikationen – auch gegen eine Impfung müsse Ärzten vorbehalten bleiben.

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Gestern hatte das Bundeskabinett dem Entwurf eines „Gesetzes zur Stärkung der Vor-Ort-Apotheken“ zugestimmt. Es sieht unter anderem vor, Apo­the­kern die Möglichkeit zu geben, im Rahmen von regionalen Modellvorhaben Erwachsene gegen Grippe zu impfen. Ziel ist, die Impfquoten gegen Grippe zu erhöhen. Die Apotheker sollen dafür von Ärzten geschult werden.

Andreas Kiefer, Präsident der Bundesapothekerkammer (BAK) hatte sich im vergan­g­enen Sommer auf einer Podiumsdiskussion verhalten zu den Plänen für Grippeschutz­impfungen in Apotheken geäußert: „Impfen sehe ich ganz pragmatisch: Wir könnten es, haben aber kein Interesse daran, wenn die Ärzte uns nicht danach fragen“, sagte der BAK-Präsident auf der zweiten „Switch-Konferenz“ im Juni 2018. © hil/aerzteblatt.de

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