NewsÄrzteschaftKV Nordrhein setzt Niederlassungs­förderung flexibel ein
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Ärzteschaft

KV Nordrhein setzt Niederlassungs­förderung flexibel ein

Donnerstag, 18. Juli 2019

/dpa

Düsseldorf – Die Kassenärztliche Vereinigung Nordrhein (KVNO) hat seit dem vergan­ge­nen Jahr 39 Ärzte aus Mitteln des Strukturfonds bei der Niederlassung unterstützt. „Ich freue mich über die Inanspruchnahme unseres Förderprogramms. Mit den von uns unterstützten Medizinern können wir die ambulante Versorgung genau in jenen Regionen verbessern, wo es besonders sinnvoll und notwendig ist“, sagte Frank Berg­mann, Vorstandsvorsitzender der KVNO.

Im Rahmen des Strukturfonds stellt die KV unter anderem bis zu 70.000 Euro für eine Neugründung oder Übernahme einer hausärztlichen Praxis sowie die Anstellung von Hausärzten bereit. Auch die Eröffnung einer hausärztlichen Zweigpraxis kann in be­stimmten Fällen mit bis zu 10.000 Euro gefördert werden. Ausschlaggebend für die Auswahl der Fördergebiete ist eine Analyse der aktuellen Versorgungsgrade, der Al­tersstruktur der vor Ort tätigen Hausärzte sowie der prognostizierten Bevölkerungs­ent­wicklung.

Anzeige

Die KV hat die Fördergebiete jetzt turnusmäßig aktualisiert. In 20 Regionen wird die KVNO weiterhin Finanzmittel für eine Verbesserung der Versorgung bereitstellen. Neu in die Liste der Fördergebiete aufgenommen wurden die Stadt Solingen und der Mittel­bereich Grevenbroich, zu dem auch die Gemeinden Rommerskirchen und Jüchen zählen.

Die KV lobt erstmals auch eine Förderung ausschließlich auf Gemeindeebene aus – im Fall der Gemeinde Kürten im Rheinisch-Bergischen Kreis. „Unsere Analyse hat er­geben, dass in Kürten die Voraussetzungen für eine Förderung erfüllt sind, obwohl die Gemeinde formal zu einem gut versorgten Planungsbereich zählt. Wenn die Nachbe­set­zung von Hausarztsitzen in Kürten nicht gelingt, würden die Wege für die Patienten einfach zu lang. Deshalb reagieren wir hier flexibel und setzen die Fördermittel des Fonds lokal ein“, erläuterte Carsten König, stellvertretender Vorsitzender der KVNO.

Die Ver­tre­ter­ver­samm­lung der KV Nordrhein hatte im November 2017 beschlossen, die gesetzliche Möglichkeit eines Strukturfonds zu nutzen. Das Gesetz ermöglicht, bis zu 0,1 Prozent der Gesamtvergütung in einen gesonderten Fonds zu überführen. An­schließend sind die Krankenkassen verpflichtet, den gleichen Betrag zusätzlich in den Fonds einzuzahlen, wobei über die Verwendung der Mittel ausschließlich die KV ent­scheidet. © hil/aerzteblatt.de

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

LNS

Nachrichten zum Thema

20. Oktober 2020
Jena – Die geplante Kapazitätserweiterung bei Medizinstudienplätzen an der Universität Jena stellt deren medizinische Fakultät vor Herausforderungen. Er halte den Zeitplan mit Beginn im Wintersemester
Mehr Medizinstudienplätze eine Herausforderung für Fakultät in Jena
19. Oktober 2020
Mainz – In Rheinland-Pfalz sind einer Untersuchung zufolge im vergangenen Jahr im deutschlandweiten Vergleich überdurchschnittlich viele Stellen für Hausärzte unbesetzt geblieben. Nach Einschätzung
Schon jetzt zu wenig Hausärzte in Rheinland-Pfalz
16. Oktober 2020
Berlin – Ein neues App-Angebot für Medizinstudierende sowie junge Ärzte hat das Zentralinstitut für die kassenärztliche Versorgung (Zi) in Zusammenarbeit mit den Kassenärztlichen Vereinigungen (KVen)
Serious Game „Praxisraum“: Niederlassung virtuell trainieren
14. Oktober 2020
Nürnberg – Rund 100 angehende Landärzte beginnen in Bayern mit dem Medizinstudium. Vor allem Pflegekräfte und Notfallsanitäter sind nach Angaben des Ge­sund­heits­mi­nis­teriums darunter vertreten. Dank
Erster Jahrgang: Medizinstudium dank Landarztquote
9. Oktober 2020
Düsseldorf – Der Vorstand der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) Nordrhein hat vor einer Überforderung der Praxen im Rheinland gewarnt. Viele niedergelassene Ärzte arbeiten der KV zufolge seit Monaten
KV Nordrhein will niedergelassene Ärzte vor Überlastung schützen
2. Oktober 2020
Dresden – Der Freistaat Sachsen setzt sein Hausarztstipendium fort: Mit 1.000 Euro monatlich werden jedes Jahr 20 Studierende im Fach Humanmedizin gefördert, die später einmal in ländlichen Regionen
Sächsisches Hausarztstipendium geht in eine neue Runde
28. September 2020
Düsseldorf – Die Kassenärztliche Vereinigung Nordrhein (KVNO) sieht bei der Zusammenarbeit mit den Gesundheitsbehörden im Rheinland noch Verbesserungsbedarf. Das geht aus einem neuen Positionspapier
LNS LNS

Fachgebiet

Stellenangebote

    Anzeige

    Weitere...

    Aktuelle Kommentare

    Archiv

    NEWSLETTER