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Ausland

US-Abgeordnete wollen Untersuchung zu Zecken als Bio-Waffe

Freitag, 19. Juli 2019

/Andrea Izzotti, stockadobecom

Washington – Das US-Repräsentantenhaus hat das Pentagon aufgefordert zu unter­suchen, ob das Militär zwischen 1950 und 1975 Experimente mit Zecken als biologi­sche Waffen durchgeführt hat. Die interne Aufsichtsbehörde des Verteidigungsministe­riums müsse klären, ob Biowaffenprogramme des Militärs Zecken und andere Insek­ten gezielt mit Borreliose infiziert hätten, hieß es in einem vom republikanischen Ab­geordneten Chris Smith eingebrachten Antrag.

Zudem müsse untersucht werden, ob solche Zecken oder Insekten auch in die Natur gelangten – „versehentlich oder absichtlich“. Der Antrag war vergangene Woche bei der Verabschiedung des Verteidigungsetats im Repräsentantenhaus hinzugefügt worden. Die Abgeordneten müssen sich allerdings noch mit dem Senat, der zweiten Parlamentskammer, auf eine finale Version des Gesetzespaketes einigen.

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Das Verteidigungsministerium wollte sich gestern nicht im Detail zu dem Vorwurf äu­ßern. Das Militär setze bei „allen Forschungsprogrammen extreme Vorsicht ein“, um Personal und Zivilbevölkerung zu schützen, sagte Sprecherin Heather Babb. Über mögliche Experimente mit „Kampf-Zecken“ hatte auch Bild berichtet.

Die Untersuchung soll nun klären, ob das Militär für den raschen Anstieg der Lyme-Borreliose-Erkrankungen in den USA in den vergangenen Jahrzehnten mitverantwort­lich ist. Die US-Gesundheitsbehörde CDC schätzt, dass sich inzwischen jährlich rund 300.000 Menschen mit der bakteriellen Krankheit infizieren. © dpa/aerzteblatt.de

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