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Siamesische Zwillinge in Charité geboren

Freitag, 19. Juli 2019

/dpa

Berlin – In der Berliner Charité hat eine Frau siamesische Zwillinge zur Welt gebracht. Das hat die Universitätsklinik heute bestätigt. Demnach ist der Kaiserschnitt „gut ver­lau­fen“, wie es hieß. Aus Gründen der ärztlichen Schweigepflicht und des Persönlich­keits­schutzes wolle man „derzeit keine weitergehenden Auskünfte“. Dies bitte man zu respek­tieren.

Siamesische Zwillinge sind eineiige Zwillinge, die durch ihre Haut und innere Organe verbunden sind. Bei ihnen teilt sich das befruchtete Ei im Mutterleib nur unvollständig. Die Überlebenschancen liegen bei fünf bis 25 Prozent, etwa die Hälfte aller siamesi­schen Zwillinge kommt tot zur Welt.

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Ärzte versuchen häufig, zusammengewachsene Zwillinge operativ voneinander zu trennen. An welchen Stellen am Körper die Berliner Zwillinge zusammengewachsen sind, gab die Charité nicht bekannt.

In Deutschland war eine Operation zuletzt im September 2015 in Köln geglückt. Ein Team aus 20 Ärzten und Pflegern hatte in einer fünfstündigen Operation ein siamesi­sches Zwillingspaar aus Georgien getrennt.

Es war an Brust und Bauch zusammengewachsen und hatte sich eine Leber geteilt. Alle anderen Organe der knapp ein halbes Jahr zuvor geborenen Mädchen Tamari und Tebrole waren nach Angaben der Klinik aber komplett.

Siamesische Zwillinge sind extrem selten. Geschätzt kommt es zu einer solchen Ge­burt pro 70.000 bis 200.000 Geburten. Benannt ist das Phänomen nach Chang und Eng Bunker, die 1811 in Siam zur Welt kamen und ihr Leben lang miteinander ver­wachsen blieben. © may/dpa/afp/aerzteblatt.de

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