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Ärzteschaft

Fachgesellschaft setzt sich für mobile Sonografiegeräte für Notfallmediziner ein

Montag, 22. Juli 2019

/goldencow_images, stock.adobe.com

Berlin – Ein Ultraschallgerät im Notarzteinsatzfahrzeug kann maßgeblich dazu bei­tra­gen, zeitnah die richtige Diagnose zu stellen und damit die richtige Therapie einzulei­ten. Darauf hat jetzt die Deutsche Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin (DEGUM) hingewiesen.

Zwar würden mehr und mehr Notarzteinsatzfahrzeuge mit Point-of-Care-Geräten aus­ge­­stattet, dies sei aber noch längst kein Standard, sagte Armin Seibel von der Fach­ge­sellschaft. Er wies daraufhin, dass seit Anfang 2019 alle Rettungshubschrauber des ADAC und der Deutschen Rettungsflugwacht (DRF) über mobile Ultraschallgeräte verfügten. Dies mache rund 90 Prozent der gesamten Luftrettung in Deutschland aus.

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Die DEGUM weist auf den technischen Fortschritt bei den Geräten hin. Mobile Ultra­schallsonden, die an smartphonegroße Bildschirme angeschlossen werden könnten, verschafften dem Notarzt einen schnellen Überblick über den Zustand des Patienten.

Bei Verkehrsunfällen zeige eine Bauchsonografie beispielsweise, ob eine innere Blu­tung vorliege. Bei akuten Herz-Kreislauf-Erkrankungen könnten Notfallmediziner die Grundfunktionen des Herzens und der Herzklappen sowie der Lunge prüfen.

„Gerade bei unklaren Befunden, bei denen man anfangs an eine Vielzahl von mögli­chen Erkrankungen denken muss, kann eine sonografische Untersuchung sehr hilf­reich sein“, sagte Wolfgang Heinz, Leiter des DEGUM-Arbeitskreises Notfallsonogra­fie.

Dabei gehe es nicht nur darum, durch die Sonografie Befunde zu erkennen, sondern oft auch bestimmte Diagnosen auszuschließen. „Letztlich erweitern sich die präklini­schen Diagnosemöglichkeiten und dadurch steigt die Chance für die Patienten, dass von Anfang an die richtigen therapeutischen Maßnahmen ergriffen werden“, so der Experte.

Für die Notfallmedizin hat die DEGUM ein Curriculum „Notfallsonografie“ entwickelt. Es beinhaltet laut Fachgesellschaft alle relevanten Techniken, die im Notfall benötigt werden.

Denn der Arzt im Rettungswagen müsse im Gegensatz zum Spezialisten in der Klinik das gesamte Spektrum relevanter sonografischer Untersuchungstechniken und Be­fundungsinterpretationen für die Notfallsituation beherrschen – von Anästhesie und Chirurgie über Kardiologie, Gynäkologie bis hin zu Unfallchirurgie und Orthopädie.

„Die Ultraschalldiagnostik kann im Ernstfall den entscheidenden Impuls für die erfolg­reiche Behandlung von lebensgefährlich erkrankten Patienten liefern, diese Möglich­keit sollte nicht ungenutzt bleiben“, so Heinz. © hil/aerzteblatt.de

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