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Flughafen­gesellschaft zahlt für Lärmschutz an Privathäusern

Dienstag, 23. Juli 2019

/dpa

Hannover – Die Flughafengesellschaft Hannover-Langenhagen übernimmt auch in Zukunft Kosten für Lärmschutzmaßnahmen an älteren Privathäusern. Dazu zählen etwa Lärmschutzfenster oder Dämmung von Wänden. Auf diese Lösung einigte sich der Airportbetreiber mit dem niedersächsischen Umweltministerium, wie beide am gestern mitteilten.

Nötig wurde eine neue Regelung, weil die gesetzliche Vorgabe für Kostener­stattun­­gen am 22. September 2020 ausläuft. Bisher haben die unteren Bauaufsichtsbehörden die Schallschutzmaßnahmen geprüft und dann hat die Flughafengesellschaft die Kosten erstattet. Seit 2010 zahlte der Airport Hannover dafür 900.000 Euro. Derzeit seien noch Anträge im Volumen von 700.000 Euro offen.

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Bürger können nun entweder den bisherigen Weg gehen oder sich ab August 2019 direkt an die Flughafengesellschaft wenden. Bis 2020 sollen beide Verfahren parallel gelten. Über das kommende Jahr hinaus wird nur das neue Modell bestehen bleiben.

Von der neuen Regelung sollen Anwohner profitieren, die innerhalb des festgelegten Lärmschutzgebietes um den Flughafen wohnen. Neu ist, dass die Antragsteller kein Geld mehr für Gutachten oder Einbauten auslegen müssen.

Die Flughafengesellschaft übernimmt die Kosten, holt für die Schallschutzmaßnahmen auch Angebote von Fachfirmen ein und beauftragt sie auf Wunsch der Antragsteller. Solche Maßnahmen betreffen Häuser, die vor 2010 gebaut wurden. Neubauten müssen so gebaut sein, dass sie Bewohner ausreichend gegen Fluglärm schützen.

Der im Norden der Landeshauptstadt gelegene Flughafen mit seinem 24-Stunden-Betrieb hat 2018 einen Rekordwert von 6,32 Millionen Passagieren abgefertigt. Hanno­ver ist Norddeutschlands einziger Verkehrsflughafen, der rund um die Uhr an­geflogen werden kann. Er ist für bis zu 80 Starts und Landungen pro Stunde aus­gelegt. © dpa/aerzteblatt.de

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