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Vermischtes

Viele Bambusbecher sind schadstoffbelastet

Dienstag, 23. Juli 2019

/picture alliance

Berlin – Die Stiftung Warentest rät von Bambusbechern etwa zur Mitnahme von Kaffee ab. Aus mehr als der Hälfte der getesteten Becher gingen sehr hohe Mengen Schad­stoffe ins Getränk über, berichtet die Stiftung in ihrem aktuellen Heft.

Die übrigen Be­hälter erweckten fast alle mit falschen Werbeversprechen den Ein­druck, ein reines Bambusprodukt zu erwerben oder der Umwelt einen Dienst zu erwei­sen. Dem sei aber nicht so. Die Coffee-to-go-Becher bestehen den Angaben zufolge zwar tatsächlich aus zermahlenen Bambusfasern. Die Tester fanden aber in allen Be­chern auch Melaminharz, einen Kunststoff, der sich aus Formaldehyd und Melamin zusammensetzt.

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In vier der zwölf untersuchten Becher fanden sich bereits nach der dritten Befüllung mit einem Heißgetränk sehr hohe Gehalte von Melamin in der Flüssigkeit, in drei wei­teren nach der siebten Befüllung. Auch Formaldehyd fanden die Tester in teils hohen Mengen. Die Schadstoffe gelangten auch nach längerer Nutzung noch in die Geträn­ke.

Melamin steht im Verdacht, Erkrankungen im Blasen- und Nierensystem zu verursa­chen. Formaldehyd kann Haut, Atemwege und Augen reizen sowie beim Einatmen Krebs im Nasen-Rachen-Raum verursachen.

Der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) forderte heute ein Verbot von Bam­bus­bechern mit Kunststoffanteil. Für die Einfuhr von Bambusgeschirr müsse es ver­stärkte Kontrollen geben. Nur so könne gewährleistet werden, dass sie nicht uner­kannt auf den Markt gelangten. „Es ist nicht das erste Mal, dass Bambuskaffeebecher negativ auffallen“, erklärte vzbv-Vorstand Klaus Müller. © afp/aerzteblatt.de

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Avatar #735550
rp__bt
am Montag, 29. Juli 2019, 18:33

Wer in aller Welt...

...glaubt im Ernst, daß so ein Ding eine gute Ökobilanz und einen praktischen Wert hat? Außerdem brechen die Dinger relativ leicht.
LNS

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