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Geriater betonen Bedeutung wohnortnaher Versorgungs­strukturen

Dienstag, 23. Juli 2019

/dpa

Berlin – In der Diskussion um die künftige Krankenhauslandschaft in Deutschland hat der Bundesverband Geriatrie (BV Geriatrie) auf die Bedeutung wohnortnaher Versor­gungsstrukturen hingewiesen.

„Gerade für geriatrische Patienten ist die Wohnortnähe von besonderer Bedeutung“, heißt es in einer Stellungnahme des Verbandes. So sei die Transportfähigkeit unter anderem auf Grund der typischerweise vorliegenden Multimorbidität zumeist stark eingeschränkt, zudem sei der Erhalt des unmittelbaren Bezugs zum sozialen Umfeld während des Kranken­haus­auf­enthalts für diese Patientengruppe von „besonderer Bedeutung“.

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Der BV Geriatrie kommentiert damit die vom Berliner Institut für Gesundheits- und Sozialforschung (IGES) durchgeführten Studie „Zukunftsfähige Krankenhausversor­gung“. Von den derzeit knapp 1.400 Krankenhäusern sollten danach rund 600 Kliniken erhalten bleiben, heißt es in der kürzlich veröffentlichten Untersuchung.

Die verbleibenden Krankenhäuser könnten dann mehr Personal und eine bessere Ausstattung erhalten, so die Autoren der Studie. Laut dem BV „muss sehr kritisch hinterfragt werden, ob zur Erreichung dieser speziellen Versorgungssicherheit“ für geriatrische Patienten circa 600 Krankenhäuser ausreichen.

Gleichwohl sieht der BV Geriatrie die Notwendigkeit, die Fachabteilungen für Alters­me­dizin ausreichend auszustatten. „Zu beachten ist, dass für eine fach- und bedarfs­gerechte Versorgung geriatrischer Patienten neben einer besonderen baulichen In­fra­struktur insbesondere ein multiprofessionelles Behandlungsteam notwendig ist, um den komplexen Behandlungsbedarf sachgerecht abdecken zu können“, heißt es in der Stellungnahme des BV.

Neben dem Geriater als ärztlichen Leiter umfasse dieses Behandlungsteam geriatrie­spezifisch qualifizierte Therapeuten und Pflegekräfte, die innerhalb der geriatrischen Fachabteilung eng verzahnt geriatrische Patienten gemeinsam versorgten. „Insoweit bedarf es zur personellen Vorhaltung dieses geriatriespezifischen Behandlungsteams einer gewissen Größe der geriatrischen Fachabteilung, sodass eine Versorgung mit zwei oder drei ‚eingestreuten Geriatriebetten‘ nicht sachgerecht ist“, stellt der BV Geriatrie klar.

Der BV Geriatrie vertritt Einrichtungen, die sich unter fachärztlicher Leitung der Be­handlung geriatrischer Patienten widmen: Dies sind Krankenhäuser, Rehabilitations­kliniken sowie Anbieter ambulanter und mobiler Versorgungsformen. © hil/aerzteblatt.de

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