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Resorbierbarer Gefäßwand-Stent in der Entwicklung

Freitag, 26. Juli 2019

/chanawit, stockadobecom

Freiburg – Ärzte und Forscher des Universitäts-Herzzentrums Freiburg, Bad Krozin­gen, arbeiten gemeinsam mit Ingenieuren an einem bioresorbierbaren Gefäßwand-Stent aus dem Spurenelement Zink. Das Bundesministerium für Bildung und For­schung fördert die Entwicklung und klinische Erprobung für drei Jahre mit rund zwei Millionen Euro. Davon gehen rund 640.000 Euro für die klinische Machbarkeitsstudie an das Freiburger Herzzentrum.

„Zink wird als Spurenelement vom Körper gebraucht und nicht als Fremdkörper wahr­genommen. Deshalb dürfte die Abstoßungsreaktion des Körpers – und damit die Kom­plikationsrate – deutlich geringer sein als bei herkömmlichen Stents“, erläutert der Lei­ter der klinischen Studie, Christoph Hehrlein, Oberarzt an der Klinik für Kardiologie und Angiologie I des Universitäts-Herzzentrums Freiburg, den Ansatz. Die Forscher und Ärzte des Zentrums haben dies bereits in einer Studie am Tiermodell untersucht.

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„Wir benötigen neue Stents, welche eine ausreichende Aufstellkraft besitzen und gleich­­zeitig vom Körper gut vertragen werden“, sagte Christoph Bode, Ärztlicher Di­rek­tor der Klinik für Kardiologie und Angiologie I des Universitäts-Herzzentrums Freiburg.

Besonders für Kinder und Jugendliche mit Gefäßproblemen könnten die neu ent­wickel­ten Stents ein großer Fortschritt sein, hoffen die Forscher. Denn aufgrund des Gefäßwachstums würden klassische Implantate aus nicht-abbaubarem Material wie Cobalt-Chrom irgendwann zu klein und müssten stationär unter Röntgen-Durch­leuchtung aufwendig nachgedehnt werden.

„Da sich die neuen Stents im Laufe der Zeit vollständig zersetzen, behindern sie das Wachstum der Gefäße nicht. Dadurch bleibt den Kindern im besten Fall ein weiterer Eingriff erspart“, so Hehrlein. © hil/aerzteblatt.de

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