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Ausland

Aids-Konferenz präsentiert erste Ergebnisse zu implantierbarer PrEP

Donnerstag, 25. Juli 2019

Anton Pozniak spricht auf der Eröffnungskonferenz IAS 2019. / picture alliance

Mexiko-Stadt – Fortschritte bei der Entwicklung neuer Therapien und Vorbeuge­mög­lich­keiten geben Grund zur Hoffnung im Kampf gegen HI-Viren. So lautete gestern die Bilanz der Internationalen Aids-Gesellschaft (IAS) zum Abschluss ihrer Konferenz zur HIV-Forschung in Mexiko-Stadt.

„Es gibt wahnsinnig viele positive Nachrichten“, sagte der Bonner Präsident der Euro­päischen Aids-Gesellschaft, Jürgen Rockstroh in Mexiko. „Die HIV-Epidemie zu be­enden, ist zumindest theoretisch möglich“. Dafür brauche es aber auch politische Lösungen.

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Während der Konferenz wurde unter anderem das Ergebnis einer doppelblinden pla­cebokontrollierten Phase-1-Studie zu einer implantierbaren Prä-Expositions-Prophy­laxe (PrEP) vorgestellt. Das Implantat, das einen neuartigen Nukleosid-Reverse-Transkriptase-Translokationsinhibitor (MK-8591) enthält, war über 12 Wochen gut verträglich und effektiv (zwei Dosen: 54 mg und 62 mg). Es habe das antiretrovirale Mittel MK-8591 in der benötigten Menge abgegeben, so dass es voraussichtlich für mindestens ein Jahr eingesetzt werden könne, hieß es beim Kongress.

Diese frühen Ergebnisse seien vielversprechend und sollten weitere ausführlichere Studien anregen, teilte die IAS mit. PrEP-Tabletten gibt es schon länger.

Zusammen­fassend würden die beim IAS 2019 vorgestellten HIV-Präventionsstudien zeigen, dass immer mehr neue Möglichkeiten entwickelt würden, die den Alltag der Betroffenen berücksichtigen, sagte IAS-Präsident Anton Pozniak.

Zur Eröffnung der Konferenz am Sonntag hatte er aber auch die humanitäre Krisen und Diskriminierung angesprochen, die die Fortschritte gefährden. Dabei kritisierte er vor allem ultrakonservative Regierungen. „Diese schlagen aus Rassismus, Homophobie und Ignoranz politisches Kapital.“

Das HI-Virus befällt und zerstört bestimmte Zellen der Immunabwehr und macht Infizierte anfällig für Krankheiten. Unbehandelt ist die Folge Aids (Acquired Immuno­deficiency Syndrome/Erworbenes Immunschwächesyndrom).

Nach jüngsten Zahlen des UN-Programms der Vereinten Nationen für HIV/Aids (UNAIDS) haben sich im vergangenen Jahr weltweit 1,7 Millionen Menschen neu angesteckt.

Das sei ein Rückgang um 16 Prozent seit 2010. 2018 lebten Schätzungen zufolge eine Million mehr Menschen mit HIV als im Jahr davor, insgesamt 37,9 Millionen. Nur gut 60 Prozent wurden aber mit den lebenswichtigen Medikamenten versorgt. © dpa/gie/aerzteblatt.de

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