NewsÄrzteschaft20 Bereitschaftspraxen in Brandenburg geplant
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Ärzteschaft

20 Bereitschaftspraxen in Brandenburg geplant

Mittwoch, 24. Juli 2019

/dpa

Potsdam – Um die Notaufnahmen der Krankenhäuser zu entlasten, sind in Branden­burg bis zum nächsten Jahr 20 ärztliche Bereitschaftspraxen geplant. Das kündigte die Kassenärztliche Vereinigung (KV) Brandenburg heute in Potsdam an.

Elf solcher Arztpraxen gibt es schon: in Potsdam, Cottbus, Brandenburg/Havel, Ebers­walde, Rüdersdorf, Königs Wusterhausen, Templin, Bernau, Frankfurt (Oder), Herz­berg und Lübben. Sie sind für Patienten mit einer akuten, aber nicht lebensbedrohli­chen Erkrankung eingerichtet – zu Zeiten, wenn Arztpraxen in der Regel geschlossen sind.

Anzeige

Bis zum nächsten Jahr sollen dem Vernehmen nach weitere Bereitschaftspraxen vo­raussichtlich in Oranienburg, Senftenberg, Ludwigsfelde, Schwedt, Luckenwalde, Per­leberg, Nauen, Neuruppin und Bad Saarow entstehen.

„Wir stellen die Akut- und Notfallversorgung im Land Brandenburg patientenfreundlich, zukunftssicher und bedarfsgerecht auf“, erklärte der stellvertretende Vorstandschef der KV Brandenburg, Andreas Schwark. Patienten können sich unter der bundesweit gültigen Telefonnummer 116117 beraten lassen.

Zukünftig sollen der KV zufolge auch alle Anrufe aus dem Land Brandenburg an die bundesweit gültige Rufnummer 116117 zentral in der KVBB-Koordinierungsstelle in Potsdam eingehen. Die medizinisch geschulten Mitarbeiter nehmen die Anrufe entge­gen, beraten die Patienten und koordinieren für diese die individuell richtige Versor­gung, teilte die KVBB mit.

Dabei werde insbesondere auch auf die ärztlichen Bereitschaftspraxen verwiesen. „Lebensbedrohliche Notfälle werden auf Knopfdruck direkt an den Notruf 112, die Integrierten Leitstellen, weitergeleitet. In medizinisch indizierten dringenden Fällen erfolgt ein ärztlicher Hausbesuch“, so die KVBB weiter.

„Unsere Strukturen im Rahmen der Akut- und Notfallversorgung funktionieren“, sagte Schwark. Patienten erhielten eine umfassende und qualitätsgesicherte Beratung und hätten mit den ärztlichen Bereitschaftspraxen außerhalb der üblichen Sprechzeiten feste Anlaufpunkte. Gleichzeitig würden die Rettungsstellen der Krankenhäuser ent­lastet und könnten sich um echte Notfälle kümmern. © dpa/aerzteblatt.de

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

LNS

Nachrichten zum Thema

14. August 2019
Berlin – Die Zahl der an Krankenhäusern ambulant behandelten Notfallpatienten sinkt. Zwischen 2016 und 2018 ging sie um rund 222.000 Fälle zurück. Gleichzeitig stieg die Zahl der Notfälle, die
Zahl der ambulant behandelten Patienten in Krankenhausnotaufnahmen sinkt
2. August 2019
Berlin – Die Kassenärztliche Vereinigung (KV) Berlin fordert bei der Neuordnung des Notfalldienstes, vorhandene Strukturen zu nutzen und weiterzuentwickeln statt diese zu zerschlagen. Das geht aus
KV Berlin für Weiterentwicklung statt Neustart bei der Notfallversorgung
31. Juli 2019
Berlin – In den Krankenhäusern in Deutschland sind 2017 weniger Notfallpatienten ambulant behandelt worden als 2016. Es habe einen Rückgang von rund 142.000 Fällen im Vergleich zum Vorjahr gegeben,
Kliniken behandelten weniger Notfallpatienten ambulant
31. Juli 2019
Osnabrück – Der niedersächsische Landkreistag lehnt die von Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter Jens Spahn (CDU) geplante Reform der Notfallversorgung ab – vor allem eine mögliche Grundgesetzänderung. Der
Landkreistag Niedersachsen gegen Pläne zur Zusammenlegung von Notrufnummern
26. Juli 2019
Mainz – Rund 1.200 Menschen haben in den ersten vier Monaten die neue Allgemeinmedizinische Praxis am Campus (APC) in der Universitätsklinik Mainz aufgesucht. Mehr als zwei Drittel von ihnen konnten
Triage an Uniklinik Mainz: Zwei Drittel können wieder nach Hause
24. Juli 2019
München – Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) lehnt Teile der von Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter Jens Spahn (CDU) geplanten Reform der Notfallversorgung entschieden ab, insbesondere eine mögliche
Bayerns Innenminister stellt sich gegen Reformpläne zur Notfallversorgung
23. Juli 2019
Berlin – Die Bundesländer haben angekündigt, Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter Jens Spahn (CDU) bei seinem Reformvorhaben zur Notfallversorgung zu unterstützen. „Ich begrüße, dass wir über die Reformierung
LNS LNS

Fachgebiet

Anzeige

Weitere...

Aktuelle Kommentare

Archiv

NEWSLETTER