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Medizin

Erhöhtes Pankreaskarzi­nomrisiko bei höherer Nüchternglukose – auch ohne Diabetes

Montag, 29. Juli 2019

Blutzuckerwerte, dargestellt auf einem Balkendiagramm /gamjai, stock.adobe.com
/gamjai, stock.adobe.com

Seoul – Ein höherer Nüchternblutzucker ist offenbar auch bei Menschen ohne Diabetes­erkrankung mit einem größeren Risiko für Bauchspeicheldrüsenkrebs assoziiert. Zu diesem Ergebnis kommt eine im Journal of Clinical Endocrinology & Metabolism publizierte Studie aus Südkorea (2019; doi: 10.1210/jc.2019-00033).

„Diabetes ist ein etablierter Risikofaktor für die Entstehung von Pankreaskarzinomen“, berichtet der Seniorautor der Studie, Cheol-Young Park von der Division of Hema­tology/Oncology am Kangbuk Samsung Hospital in Seoul, in einer Pressemitteilung. Doch „als wir die Inzidenz von Pankreaskarzinomen in Abhängigkeit von den Nüchternblut­zuckerwerten in einer nationalen Kohorte von fast 25 Millionen Menschen analysierten, entdeckten wir: Die Zahl an Krebserkrankungen steigt mit der Zunahme der Nüchternglukose – und das auch bei Menschen mit normalen Blutzuckerwerten oder Prädiabetes.“

Park und seine Kollegen untersuchten in ihrer Registerstudie 25,4 Millionen Menschen, die zwischen 2009 und 2013 an einem präventiven Gesundheits-Check-up teilgenommen hatten. Anhand ihrer Nüchternblutzuckerwerte teilten sie sie in Gruppen ein: niedrig-normal (<90 mg/dl), hoch-normal (90-99 mg/dl), Prädiabetes Stufe 1 (100-109 mg/dl), Prädiabetes Stufe 2 (110-125 mg/dl), Diabetes (≥126 mg/dl), und Diabetes mit medikamentöser Therapie.

Als kumulative Inzidenzraten für Bauchspeicheldrüsenkrebs über 5 Jahre geben die Autoren folgende an: In der Gruppe mit niedrig-normalen Blutzuckerwerten erkrankten pro 100.000 Menschen 32 an einem Pankreaskarzinom, in der Gruppe mit hoch-normalen Blutzucker­werten waren es 41/100.000, in der Gruppe mit Prädiabetes Stufe 1 waren es 50/100.000, in der Gruppe mit Prädiabetes Stufe 2 64/100.000, in der Gruppe mit Diabetes 75/100.000 und in der Gruppe mit medikamentös behandeltem Diabetes 121/100.000.

Möglichkeit Risiko für Bauchspeicheldrüsenkrebs zu senken

Das Risiko, ein Pankreaskarzinom zu entwickeln, sei mit zunehmenden Nüchtern­glukosespiegeln kontinuierlich angestiegen, berichten Park und seine Kollegen. Und auch nach Adjustierung der Ergebnisse um Alter, Geschlecht, Raucherstatus, Alkoholkonsum, körperliche Aktivität, BMI und Diabetesdauer sei eine ansteigende Nüchternglukose noch immer mit einem erhöhten Pankreaskrebsrisiko assoziiert gewesen.

„Unsere Ergebnisse deuten darauf hin, dass der frühzeitige Nachweis einer Hyperglykämie im Rahmen von Gesundheits-Check-ups und Lebensstilveränderungen zur Verbesserung des Glukoseprofils eine entscheidende Möglichkeit darstellen, um das Risiko für Bauchspeichel­drüsenkrebs zu reduzieren“, resümiert Park in einer Pressemitteilung. © nec/aerzteblatt.de

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