NewsVermischtesZahl der ADHS-Diagnosen laut AOK-Statistik leicht rückläufig
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Vermischtes

Zahl der ADHS-Diagnosen laut AOK-Statistik leicht rückläufig

Donnerstag, 25. Juli 2019

/dpa

Düsseldorf – Die Zahl der Kinder mit diagnostizierten Aufmerksamkeits-Defizit-Hyperak­tivitäts-Störung (ADHS) ist nach einem Höchststand im Jahr 2014 offenbar wieder rück­läufig.

Nach einer Erhebung der AOK sank der Anteil der dort versicherten Drei- bis 17-Jähri­gen mit ADHS von 4,4 Prozent im Jahr 2014 auf 4,1 Prozent im Jahr 2017, wie die Rhei­nische Post berichtete. Der Stand im Jahr 2014 war ein Rekordwert, 2006 wurden ledig­lich bei 2,6 Prozent der Kinder und Jugendlichen die Störungen festgestellt.

Anzeige

Dem Zeitungsbericht zufolge gibt es regional allerdings deutliche Unterschiede. So sei in der Stadt Brandenburg an der Havel bei 10,7 Prozent der Drei- bis 17-jährigen AOK-Versicherten ADHS festgestellt worden. Auch in Bayern trete das Phänomen häufiger auf: In Würzburg lag der Anteil demnach bei 9,7 Prozent, im nahen Landkreis Haßberge bei neun Prozent.

In Bremen hingegen hätten nur 1,5 Prozent der jungen AOK-Versicherten die Diagnose AHDS erhalten. Warum die Schwankungen so deutlich ausfallen, sei unklar. © afp/aerzteblatt.de

Themen:

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Avatar #789782
Fritzzzzz
am Montag, 7. Oktober 2019, 10:37

Oh gott

Ambush wieder mit einen unbefragten, sowie unsinnigen Monolog...was stimmt nicht mit ihnen?
Avatar #749369
Ambush
am Samstag, 27. Juli 2019, 14:37

Ergänzung

https://www.promiflash.de/news/2019/07/27/spice-girls-star-mel-b-gesteht-offen-sie-leidet-an-adhs.html
Avatar #749369
Ambush
am Samstag, 27. Juli 2019, 14:36

ADHS bei Frauen ebenso häufig wie bei Männern

https://www.zeit.de/arbeit/2018-07/adhs-arbeit-buero-alltag-frauen
http://kolleg-dat.de/madchen-und-frauen-mit-adhs/
https://www.vice.com/de/article/nz8g8q/niemand-glaubt-einem-dass-man-adhs-hat-vor-allem-wenn-man-weiblich-ist
https://www.refinery29.com/de-de/2017/04/151067/mein-recht-auf-adhs

oder jetzt gerade aktuell: tps://www.promiflash.de/news/2019/07/27/spice-girls-star-mel-b-gesteht-offen-sie-leidet-an-adhs.html

aber da bestimmte Psychiater ja der Meinung sind, ADHS würde zu häufig diagnostiziert und da manche Psychiater sich als ADHS-Gegner bekennen (Sie gehören dafür bestraft, Herr Dr. L.), wird wohl auch weiterhin großer Schaden an unzähligen Biographien, an der Gesellschaft in Deutschland und an der deutschen Volkswirtschaft angerichtet...
Avatar #79783
Practicus
am Samstag, 27. Juli 2019, 00:56

Ein Riesenproblem

ist die von leider einflussreichen Gruppen immer wieder geübte Verteufelung der medikamentösen Therapie von ADHS. In Bremen ist zum einen der Ausländeranteil unter den Kindern extrem hoch - und die werden nie einen Arzt deswegen sehen. Die diagnostizierten Fälle werden dann in einem ideologisch pharmakritischen Umfeld mit sinnloser Ergo- und Psychotherapie gequält statt sinnvoll behandelt.
Drogen- und Alkoholabhängigkeit, zerhackte Erwerbsbiografien, Schulversagen, gescheiterte Ehen, Delinquenz, zuletzt oft Obdachlosigkeit sind die Folgen der unbehandelten Erkrankung.
Avatar #749369
Ambush
am Freitag, 26. Juli 2019, 16:02

Folgeerkrankungen im Erwachsenenalter - In Kindheit und Jugend nicht behandeltes ADHS ein viel größerer Kostenfaktor als die Behandlungskosten von ADHS in der Kindheit

Nebenbei ist das Geschlechterverhältnis bei ADHS in Wahrheit ausgeglichen https://www.refinery29.com/de-de/2017/04/151067/mein-recht-auf-adhs , was auch unter Journalisten spätestens seit Naddel immer breiter bekannt ist, wo es eben nach wie vor "hapert", das ist die Akzeptanz und die Bereitschaft, ADHS zu behandeln durch die gesellschaftlich hoch angesehenen Stände der Psychiater bzw. Ärzte insgesamt. Shame on the docs !
Avatar #749369
Ambush
am Freitag, 26. Juli 2019, 12:34

Häufigkeit des ADHS-Spektrums in Wahrheit bei knapp 10% und nicht 4,1%

Die "Jubelmeldung" aus der Management-Etage der AOK ist mal wieder typisch: beim (leichten) Rückgang der ADHS-Diagnosen unter den AOK-Versichterten freut man sich bei den Betriebswirten der AOK, dass jetzt weniger finanzielle Mittel zur Behandlung von ADHS bereit gestellt werden müssen (die Manager von AOK und Konsorten sind ja in ihrer Darstellung in der Öffentlichkeit ohnehin die Interessensvertretung der Patienten und Patientenrechte schlechthin obwohl jeder weiß, dass das Gegenteil der Fall ist), dabei werden die gesellschaftlichen und volkswirtschaftlichen Kosten nur auf spätere Lebensphasen der Betroffenen verlagert und die extrem hohe Dunkelziffer an ADHS unter erwachsenen Patienten in der Psychiatrie nicht wahrgenommen https://adhsspektrum.wordpress.com/2018/03/03/haeufigkeit-von-adhs-im-erwachsenenalter-in-der-allgemeinpsychiatrie/ , nochmal: 59% an ADHS in der Psychiatrie laut nach wissenschaftlichen Standards erstellter Studie ist eine Zahl, über die man weder als Psychiater noch als AOK-Manager mal einfach so hinweg gehen kann https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/?term=deister+adhd . Im Übrigen wage dürfte die leicht abnehmende Zahl an ADHS-Diagnosen bei Kindern und Jugendlichen (die Zahl der ADHS-Diagnosen bei Erwachsenen steigt dagegen in den letzten Jahren rapide) längst nicht nur mit geänderten Leitlinien zu tun haben, sondern auch mit systematischer Aushebelung der Versorgungssituation von ADHS durch Ärzte und Psychotherapeuten durch die institutionalisierte ADHS-Gegnerschaft in Gesundheitspolitik, Krankenkassen und tiefenpsychologischen Psychiaterverbänden und Psychotherapeutenverbänden und noch weitere mögliche oder wahrscheinliche Faktoren werden nicht berücksichtigt wie etwa, dass der Prozentsatz der Kinder mit Migrationshintergrund weiter deutlich steigt (falls korrekt in Erinnerung sind es bei 0-2-Jährigen bereits um die 50% Migrationshintergrund) und weder Wissen, noch kulturelle Aufgeschlossenheit hinsichtlich ADHS noch Selbstbewusstsein gegenüber Ärzten und Behörden bei türkischen, arabischen, kurdischen, bulgarischen, rumänischen, albanischen usw. Familien in demselben Ausmaß wie bei etablierten deutschen Familen vorhanden sind... die tatsächliche Häufigkeit des ADHS-Spektrums liegt bei knapp 10% und nicht bei 4,1% , auch wenn das nicht heißt, dass jeder Fall von ADHS zu jedem Zeitpunkt in der Lebensspanne behandlungsbedürftig ist, ADHS KANN, aber MUSS NICHT Krankheitswert erlangen, abhängig von Schweregrad, Sozialisation, Umweltbedingungen und etwaigen primär vorhandenen Komorbiditäten
LNS

Nachrichten zum Thema

25. Juni 2020
Dortmund – Patienten mit Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung (ADHS) könnten von einer sogenannten transkraniellen Gleichstromstimulation (tDCS) profitieren. Das geht aus einer
Patienten mit ADHS könnten von Gleichstrom-Stimulation des Gehirns profitieren
17. Juni 2020
Silver Spring/Maryland – US-Ärzte können ihren jugendlichen Patienten mit Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) künftig eine App für ein Tablet verordnen. Die Grundlage für die
Computerspiel unterstützt Behandlung von Kindern mit ADHS
9. April 2020
München – Einige Kinder mit einer Aufmerksamkeitsdefizit/ Hyperaktivitätsstörung (ADHS) zeigen keine Hyperaktivität, sondern sind im Gegenteil eher „still und verträumt“. Darauf weist die Stiftung
Nicht alle ADHS-Kinder sind hyperaktiv
25. Februar 2020
Durham/North Carolina – Eine für Kinder mit der Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) konzipierte Spiele-App für Tablets hat in einer randomisierten Studie die Aufmerksamkeit und die
ADHS: Tablet-App trainiert (nur) die Aufmerksamkeit
24. Februar 2020
Bethesda/Maryland und Stockholm – Kinder von Frauen, die vor der Schwangerschaft adipös waren, erkrankten in einer prospektiven Beobachtungsstudie häufiger an der
Studie: Adipositas der Schwangeren erhöht ADHS-Risiko des Kindes
11. Februar 2020
Sheffield – Kinder und Jugendliche mit der Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) werden häufiger mit Medikamenten behandelt, wenn ihre Eltern einer niedrigen sozialen Schicht
ADHS: Patienten aus ärmeren Familien werden häufiger mit Medikamenten behandelt
29. Januar 2020
Odense/Dänemark – Die Einnahme des Psychostimulans Modafinil in der Schwangerschaft hat in einer bevölkerungsbasierten Studie im amerikanischen Ärzteblatt (JAMA 2020; 323: 374-376) das Risiko von
LNS

Fachgebiet

Stellenangebote

    Anzeige

    Weitere...

    Aktuelle Kommentare

    Archiv

    NEWSLETTER