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Neue Patienteninformation zu Biosimilars für Arztpraxen und Kliniken

Freitag, 2. August 2019

/Davizro Photography, stockadobecom

Berlin – Eine neue Kurzinformation „Biosimilars“, die Ärzte bei der Patientenberatung einsetzen können, haben das Ärztliche Zentrum für Qualität in der Medizin (ÄZQ) und die Arznei­mittel­kommission der deutschen Ärzteschaft (AkdÄ) entwickelt. Sie erscheint in der Reihe „Kurzinformationen für Patienten“ des ÄZQ im Auftrag der Kassenärztlichen Bun­des­vereinigung (KBV) und der Bundes­ärzte­kammer (BÄK).

Biologische Arzneimittel werden in lebenden Zellen hergestellt. Biosimilars sind soge­nannte Nachfolgemittel der ursprünglichen biologischen Arzneimittel. Für die Zulassung muss der Hersteller eines Biosimilars in Studien nachweisen, dass sein biologisches Arz­neimittel in Bezug auf Wirksamkeit und Sicherheit gleichwertig zum Original ist.

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„Die meisten biologischen Arzneimittel sind Eiweiße. Sie bestehen aus vielen kleinen Bausteinen, die unterschiedlich angeordnet sind. Durch ihren komplizierten Aufbau sind natürliche Schwankungen bei der Herstellung völlig normal“, informieren die Autoren.

In Europa wurde das erste Biosimilar 2006 zugelassen. Derzeit sind laut der Information etwa 60 Biosimilars erhältlich. Es handelt sich dabei zum Beispiel um Hormone wie In­su­lin oder um monoklonale Antikörper, die bei Krebs und dauerhaft entzündlichen Krank­hei­ten zum Einsatz kommen können.

Die Autoren der Kurzinformation erklären in der Kurzinformation, worin sich biologische und chemische Arzneimittel unterscheiden und weshalb es Originale und Nachfolge­mittel gibt. Zudem erhalten Menschen mit ärztlich verordneten biologischen Arznei­mitteln praktische Tipps, die bei der Anwendung dieser Arzneimittel hilfreich sein können.

„Informieren Sie Ihr Ärzteteam über Auffälligkeiten und Nebenwirkungen im Verlauf der Behandlung – vor allem, wenn Sie vermuten, dass Sie das biologische Arzneimittel nicht oder nicht mehr vertragen. Sagen Sie auch, wenn die Beschwerden Ihrer Erkrankung wieder zunehmen oder neue hinzukommen“, heißt es zum Beispiel in der Information.

Biosimilars werden in der Versorgung immer wichtiger. Dem Branchenverband ProBiosi­milars zufolge ist der Umsatzanteil der Präparate am biosimilarfähigen Markt von April 2018 bis März 2019 um 78 Prozent auf 38,4 Prozent gestiegen. Dies ist der Marktanteil der Biosimilars in dem Segment, in dem Biosimilars existieren. 61,6 Prozent waren zu dem Zeitpunkt also trotz der Verfügbarkeit von Biosimilars Originalbiologika. © hil/aerzteblatt.de

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