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Zahlreiche meldepflichtige Infektionen durch mehrfach­resistente Bakterien in Rheinland-Pfalz

Dienstag, 30. Juli 2019

/dpa

Koblenz – Die Gesundheitsbehörden in Rheinland-Pfalz haben im vergangenen Jahr 291 meldepflichtige Infektionen durch mehrfachresistente Bakterien registriert. Das geht aus der neuen Infektionsbilanz für 2018 des Landesuntersuchungsamtes (LUA) hervor.

Die Zahlen beziehen sich unter anderem auf den Nachweis von methicillin-resistenten Staphylococcus aureus (MRSA) in Blut oder Liquor von Patienten. Im Vergleich zum Jahr 2010 hat sich die Zahl der MRSA-Infektionen in Rheinland-Pfalz etwa halbiert – 2018 wurden in Rheinland-Pfalz 72 Fälle gemeldet. 2017 waren es 90 MRSA-Fälle.

Bezogen auf die Bevölkerung erkranken derzeit statistisch gesehen jährlich 1,77 von 100.000 Rheinland-Pfälzern an einer MRSA-Infektion, 2010 waren es noch 3,95 gewesen. „Damit liegt Rheinland-Pfalz auch deutlich unter dem Bundesdurchschnitt von 2,93 MRSA-Infektionen pro 100.000 Einwohner“, teilte das LUA mit.

Seit Mai 2016 sind auch Infektionen und eine Besiedlung mit gram-negativen Bakterien mit einer Resistenz gegen Reserveantibiotika aus der Gruppe der Carbapeneme melde­pflichtig.

Für die beim gesunden Menschen überwiegend im Magen-Darm-Trakt vorkom­men­den Enterobacteriaceae wurden 2018 in Rheinland-Pfalz 192 Nachweise übermittelt (2017: 155). Das ent­spricht 4,71 Erregernachweisen pro 100.000 Bürger. Der Wert liegt in etwa auf dem glei­chen Niveau wie das durchschnittliche Meldeaufkommen in Gesamt­deutsch­land (4,58 pro 100.000).

Für Acinetobacter, das ebenfalls den gesunden Menschen besiedeln und in Einzelfällen schwere Infektionen auslösen kann, wurden 2018 in Rheinland-Pfalz laut LUA 27 Nach­weise von Bakterien mit einer Unempfindlichkeit gegenüber Carbapenem-Antibiotika gemeldet, was einer Häufigkeit von 0,68 pro100.000 Bürgern entspricht.

In Rheinland-Pfalz arbeiten neun regionale MRSA- beziehungsweise MRE-Netzwerke. Krankenhäuser, Arztpraxen, Alten- und Pflegeheime, Rettungsdienste und Laboratorien beteiligen sich daran. „Durch den Informations- und Erfahrungsaustausch wird eine Basis zur besseren Prävention von Infektionen geschaffen“, berichtet das LUA. © hil/aerzteblatt.de

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