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Politik

Grüne wollen Hitzefrei für Bauarbeiter und Recht auf Homeoffice

Donnerstag, 25. Juli 2019

/dpa

Berlin – Angesichts der extremen Hitzewelle in Deutschland machen sich die Grünen für bessere Vorkehrungen gegen Gesundheitsgefahren stark. In einem Hitzeaktions­plan regen Fraktionschef Anton Hofreiter und die Umweltexpertin Bettina Hoffmann ein grundsätzliches „Recht auf Homeoffice für alle Beschäftigten“ an.

Im Freien arbei­tende Beschäftigte, beispielsweise auf einer Baustelle, in der Landwirt­schaft oder in der Gebäudereinigung, müssten „bei gesundheitsgefährdender Hitze ein Recht auf Hitzefrei“ erhalten.

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In den Innenstädten, insbesondere an Haltestellen von Bussen und Bahnen, sollten kostenfreie Trinkwasserbrunnen bereitgestellt werden – finanziert durch Bundesmittel zur Wohnungsbauförderung. „Die Klimakrise ist eine Gefahr für die menschliche Ge­sundheit“, heißt es in dem Aktionsplan, über den zunächst der Spiegel zuerst berich­tete. „Wir müssen uns darauf vorbereiten, dass mit der ungebremsten Klimakrise Hitze­­wellen weiterhin zunehmen werden.“

In Arztpraxen und Gesundheitseinrichtungen sollten bundeseinheitlichen Materialien ausliegen, um Menschen zu informieren, wie sie sich schützen können. Mediziner sollten verstärkt auch zu solchen Fragen aus- und fortgebildet werden, hieß es.

In Gesundheitseinrichtungen sollten nach den Vorstellungen der Grünen zudem „kühle Räu­me“ eingerichtet werden. Zudem sollten Gebäude so ausgestattet werden, dass ein besseres Raumklima entsteht. Dabei geht es unter anderem um die Dachbegrü­nung und bestimmte Fassadenfarben. Auch werden generell mehr Grünflächen ge­fordert.

Zugleich monieren die Autoren, dass sich die Große Koalition nicht ausreichend um den Hitzeschutz der Bevölkerung kümmere. „Hitzewellen sind für ältere und kranke Menschen ein ernsthaftes Problem“, sagte Hofreiter dem Spiegel.

Die Regierung von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) lasse „Menschen trotz der Gefahr allein“. Die Grünen-Politiker regen auch „Hitzepatenschaften“ an, bei denen sich Freiwillige um gefährdete Menschen kümmern. © afp/dpa/aerzteblatt.de

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