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Dekan der Medizinischen Fakultät tritt nach Bluttest-Affäre zurück

Donnerstag, 25. Juli 2019

/picture alliance, Labor Universitätsklinikum Heidelberg

Heidelberg – Der Dekan der Medizinischen Fakultät der Universität Heidelberg, Andre­as Draguhn, ist nach der Bluttest-Affäre zurückgetreten. Der Professor bleibe als Ab­tei­lungsleiter Neuro- und Sinnesphysiologie am Institut für Physiologie und Pathophy­sio­logie der Medizinischen Fakultät Heidelberg tätig, teilte die Universitätsklinik heute mit.

„Das Handeln des Dekans im Verlauf der Heiscreen-Affäre ist zum Gegenstand offi­zieller Untersuchungen geworden und wird in Teilen der Öffentlichkeit anhaltend kri­tisch disku­tiert“, sagte Draguhn. Mit seinem Entschluss wolle er dafür die Verantwortung überneh­men. Er hoffe, damit dem Amt, der Fakultät und der Universität zu dienen.

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Die Amtsgeschäfte hat sein Stellvertreter, Hans-Georg Kräusslich, Abteilungsleiter In­fektiologie und Virologie am Zentrum für Infektiologie des Universitätsklinikums Heidel­berg, übernommen.

Eine externe Kommission zur verfrühten Veröffentlichung eines möglichen Brustkrebs-Bluttests an der Universitätsklinik Heidelberg hatte am 16. Juli in einem Zwischen­be­richt „Führungsversagen, Machtmissbrauch und Eitelkeit“ in der Klinik festgestellt.

Der Chef der Frauenklinik, Christof Sohn, hatte den Test Fachwelt und Öffentlichkeit als bald marktreifen Meilenstein bei der Brustkrebserkennung vorgestellt. Kritiker war­fen ihm vor, angesichts fehlender Veröffentlichung in einer Fachzeitschrift und hoher Fehlerquoten unbegründete Erwartungen zu schüren. © dpa/may/aerzteblatt.de

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