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Berliner Jugendliche konsumieren früher Cannabis als der bundesweite Durchschnitt

Donnerstag, 25. Juli 2019

Jugendliche sitzen zusammen, trinken Alkohol, rauchen und drehen einen Joint. /Monkey Business, AdobeStock.com
Das durchschnittliche Alter beim Erstkonsum von Cannabis in der Altersgruppe der 18- bis 20-Jährigen liegt bei 16,4 Jahren. (ESA Kurzbericht 2016) /Monkey Business, AdobeStock.com

Berlin – Jugendliche in Berlin greifen früh zum ersten Joint. Beim ersten Konsum der illegalen Droge sind sie im Schnitt 14,6 Jahre alt, wie aus einer heute vorgestellten Untersuchung der Berliner Fachstelle für Suchtprävention hervorgeht.

Das durchschnittliche Alter bei Erstkonsum ist besonders gering – 1,8 Jahre früher als im Bundesdurchschnitt. Gut ein Drittel der 1.725 anonym befragten 12- bis 18-Jährigen gab an, schon einmal Cannabis probiert zu haben.

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Die Zahlen verdeutlichten, dass der Konsum unter Jugendlichen in der Hauptstadt „besorgniserregend normal“ zu sein scheine, so die Suchtexperten. Das würden Aussagen der Berliner Jugendlichen nahelegen: „Alkohol ist viel schlimmer als Cannabis.“ „Es ist doch pflanzlich, kann also nicht so schädlich wie Chemie sein.“ „Cannabis riecht man doch an jeder Ecke.“ „Es ist gesellschaftlich so akzeptiert, wann wird es denn endlich legalisiert?“

Die Normalität, mit der viele Jugendliche das Thema Cannabis betrachten, verdeutlicht, dass die Risiken, die mit Cannabiskonsum verbunden sind, nicht bewusst sind, teilt die Fachstelle für Suchtprävention im Land Berlin mit. Denn wissenschaftlich erwiesen sei: Je früher Jugendliche Alkohol und Drogen konsumierten, desto größer sei das Risiko, später eine Suchterkrankung zu entwickeln. © dpa/gie/aerzteblatt.de

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Avatar #754103
Biochemie
am Freitag, 26. Juli 2019, 13:14

Warum will ich mich mit Cannabis oder anderen Wirkstoffen in ein anderes Bewusstsein bringen???

Ich denke als erstes müssen wir uns darüber bewusst machen.
Warum nehmen jugendliche dieses?

Hier empfehle ich Rainer Mausfeld, Gerhard Wisnewski für das große ganze und Michael Winterhoff für die Kinder und Eltern.

Es sind noch viele andere wichtig aber dieses kostet auch alles Zeit und wer dieses hat kann diese im Internet finden.

Die Wirkung von Cannabis ist eine Art Flucht vor der Wirklichkeit, die uns umgibt oder wie wir diese wahrnehmen.
Die Meinungsfreiheit spielt hier eine wichtige Rolle, kann ich in meinen Umfeld alles sagen was mich bedrückt oder nicht. Wenn nicht dann muss ich verdrängen und bin mit meinen Umfeld nicht mehr verbunden. Ich bin dann auf der einen Seite nicht mehr ehrlich zu mir selber und nicht mehr zu anderen. Ich kann meine Gefühle und Gedanken nicht mehr aussprechen und so einordnen für mich aber auch nicht in meiner Gruppe.
So kommt es dann dazu, dass man sich nicht mehr verstehen kann und anderer dadurch auch nicht mehr. Dieses macht dann Angst ohne das man sie beschreiben kann.
Die Angst mit Cannabis zu verdrängen funktioniert. Doch die Angst ist ein Körpersignal, welches einen Sinn hat.
Ich muss mir erklären können, warum habe ich diese Gefühle und Gedanken? Dieses bedeutet ich muss mich mit der Angst auseinander setzen und nicht verdrängen.
Die Menschen die sich in der Beratung von denken und fühlen Hilfe such kann man auch nicht nur mit Antidepressivum = (gegen Hoffnungslosigkeit) behandeln. Es muss verstanden werden, wie es sich entwickelt hat, dass ich heute so denke und Fühle.
Hier kann Biografiearbeit aber auch Volksgeschichte helfen zu verstehen.
Ein Wirkstoff kann helfen erst mal die Arbeit zu beginnen, weil es die Angst löst.

Ein Kämpfer steigt in den Ring, um einen anderen zu besiegen. Er hat Angst KO zu gehen und nicht geliebt zu werden oder Geld durch Werbung zu bekommen. Er stellt sich in diesem Fall einer Person die er nicht kennt. Doch macht er es. Das eigene denken und fühlen ist mehr eine Theater, Regie, Schriftsteller Kampf. Das beschreiben was man in bestimmten Situationen denkt und fühlt.
Cannabis vor dem Kampf ist keine gute Idee um zu gewinnen.

Ich denke unter anderen können wir in dieser Richtung eine Lösung entwickeln. Die wir in den Medien, Geschichten, usw. Wiederholen.












Avatar #79783
Practicus
am Freitag, 26. Juli 2019, 01:36

Wahrscheinlich

hängt der frühe Cannabiseinstieg speziell Berliner Jugendlicher damit zusammen, dass in Migrantenmilieus auch der Tabakkonsum sehr früh beginnt und außerdem eine gewisse religiös begründete Scheu vor Alkoholkonsum besteht?
Avatar #110206
kairoprax
am Donnerstag, 25. Juli 2019, 18:50

kann man dieser Statistik blind vertrauen?


Eine Untersuchung der Berliner Fachstelle für Suchtprävention habe diesen frühen Konsumbeginn belegt. Ca. 10 % der Berliner, das sind etwa 350.000 sind Jugendliche. Etwa ebenso viele sind 18 bis 25 Jahre alt, also etwa eine Dreiviertelmillion potentielle Haschisch-Konsum-Einsteiger, bzw. Einsteiger ins gefährliche Trinken.
Kann man wirklich auch nur annähernd davon ausgehen, hier auf valide Erstkonsums-Durchschnittsalter zu kommen, zumal zum einen die Verschwiegenheit und zum andern das Prahlen zum Konsum von Cannabis hoch sein dürfte?
Wichtiger ist die 1A Formulierung vom "besorgniserregend normalen" Konsumverhalten. Hier hätte ich, weniger genial im Schreiben, vermutlich getextet, daß die Berliner Jugendlichen anscheinend 1,8 Jahre früher als ihre Altergenossen im Rest der Republik erkennen, daß Bier, Schnaps und Wein gefährlicher sind als Cannabis.
Mal gespannt, wann und in welchem Alter die gesamtdeutschen Politiker sich zu derselben Lebensweisheit durchgerungen haben werden.
LNS

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