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Ärzteschaft

Datenschützer warnt Ärzte vor betrügerischen Anrufern

Freitag, 26. Juli 2019

/dpa

Erfurt – In Thüringen haben es Betrüger nach Angaben des Landesdatenschutzbeauf­tragten Lutz Hasse auf die Praxissoftware von Arztpraxen abgesehen. Die Betrüger gäben sich am Telefon als Mitarbeiter des technischen Supports des Softwareherstellers Micro­soft aus und täuschten einen Virenbefall der Praxiscomputer vor, teilte Hasse gestern mit.

Sie böten an, sich mit einem Spezialprogramm aus der Ferne zur Virenbeseitigung zuzu­schal­­ten – um so an sensible Praxisdaten zu gelangen. Allein gestern seien Hasse zu­folge zwei derartige Versuche von Ärzten gemeldet worden.

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Es sei wahrscheinlich, dass auch andere Praxen und Kliniken angerufen würden, so Hasse. Er geht davon aus, dass die Anrufer vor allem Interesse an Abrechnungs- und Kontendaten in den Praxisverwaltungssystemen haben, weniger an Gesundheitsdaten.

Praxismitarbeiter sollten bei Anrufern, die Englisch mit Akzent sprechen und vor Viren­befall warnen, sofort auflegen, auf keinen Fall geforderte Downloads starten oder ID- oder PIN-Nummern preisgeben. © dpa/aerzteblatt.de

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Avatar #778372
LaKr
am Donnerstag, 8. August 2019, 22:32

Unsichere Patientendaten auch durch Span'sche Regelungen

"Es muss erst etwas passieren, bis richtig gehandelt wird"
Für ihn wurde es unerträglich: Unser Kinderarzt hat die Konsequenz gezogen und hat seine Kassenlizenz zurückgegeben, was ihm nicht leicht gefallen ist. Unfassbar dass ein Arzt seiner Berufung – Menschen zu helfen – nun nicht mehr nachgeht weil er durch die politischen Neuerungen keinen anderen Weg mehr sah. Und er ist nicht der einzige. Viele weitere Ärzte haben ihre Zulassung ebenfalls abgegeben und sie erhalten Lob und größten Respekt seitens ihrer Kollegen. Unser Arzt wird die Daten seiner Patienten nicht durch unsichere TI gefährden.

Herr Spahn, im Falle der ersten Hackerangriffe auf unsere Patientendaten sollten Sie als Erster persönlich dafür haftbar gemacht werden. Trotz massiven Widerstands zwingen Sie Ärzte, unter Androhung von Honorarkürzungen, diese unsichere TI einzurichten…. aber Hauptsache Digitalisierung, Öffentlichkeitsarbeit und Pseudo-Gesetzemarathon.
LNS
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