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Politik

Bundesrats­initiative: Sexualstraftaten sollen länger gespeichert werden

Freitag, 26. Juli 2019

/dpa

Stuttgart – Sexualstraftaten sollen nach dem Willen der Landesregierung Baden-Würt­tem­berg künftig länger gespeichert werden können. Justizminister Guido Wolf (CDU) und Sozial­minister Manfred Lucha (Grüne) planen eine Bundesratsinitiative, wonach die Til­gungs­fris­ten für Sexualdelikte an Kindern und Jugendlichen im Bundeszentralregister verlängert werden.

Jugendämter und Vereine sollten auch dann von einschlägigen Verurteilungen Kenntnis erlangen, wenn diese bereits länger zurückliegen. Wolf wies gestern darauf hin, dass Kinder- und Jugendbetreuer in der Regel ein Führungs­zeug­­nis vorlegen müssen. Dort seien Sexualstraftaten verzeichnet.

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Diese Vorsichtsmaß­nahme laufe ins Leere, wenn die Straftaten im Bundeszentralregister nach einigen Jahren wieder gelöscht würden. „Pädophile Neigungen lassen sich anders als Eintragungen im Bundeszentralregister nicht einfach löschen“, sagte er.

Diese Regelungslücke müsse geschlossen werden, fügte Lucha hinzu. „Daher bereiten wir derzeit eine Initiative vor, um verurteilte pädophile Straftäter für den Rest ihres Lebens von der Arbeit mit Kindern und Kindern fernzuhalten.“ © dpa/aerzteblatt.de

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Avatar #735550
rp__bt
am Freitag, 16. August 2019, 19:50

Dank an Kollegen drnjha -

...das war genau mein erster Gedanke. Volle Zustimmung!
Avatar #782505
drnjha
am Dienstag, 30. Juli 2019, 13:20

Problematische Bildwahl

Mein Kommentar bezieht sich auf die von der Redaktion gewählte Bildillustration, die den Schatten einer augenscheinlich männlichen Person zeigt, neben dem Schatten augenscheinlich eines Kleinkindes, das auf einer Schaukel sitz, daneben, nur in Teilansicht ein größeres Kind/heranwachsende Person oder weibliche Person.

Die nicht von der Hand zu weisende implizite Botschaft dieses Bilds ist, dass ein Mann, der sich mit einem Kind auf einem Spielplatz befindet ein möglicher Sexualstraftäter mit pädophilen Neigungen ist.

Hält die Redaktion es für angemessen, solche Botschaften -- und sei es auch implizit -- in die Welt zu setzen? Mich würde interessieren, was die vielen jungen ärztlichen Kollegen denken, die gerne mit ihren oftmals kleinen Kindern auch auf dem Spioelplatz ihre Zeit verbringen. Fühlen sie sich mit einer solchen Botschaft gut wahrgenommen?

Auf Antwort gespannt, drnjha
LNS

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