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Nach Fäkalienfluss in Bodensee 171 Erkrankte gemeldet

Montag, 29. Juli 2019

/picture alliance, Marcus Fey

Friedrichshafen – Nachdem vergangene Woche verunreinigtes Wasser bei Friedrichshafen in den Bodensee gelangt war, ist die Zahl der Erkrankten auf 171 gestiegen. Sie litten unter Durchfall und Erbrechen. Das Badeverbot, das wegen der Fäkalien seit vergange­nem Mittwoch an dem Uferabschnitt gilt, wurde bis Freitag verlängert. „Wir beproben das Wasser engmaschig“, sagte heute ein Sprecher des Landratsamtes Bodenseekreis.

Die bislang jüngste ausgewertete Wasserprobe vom vergangenen Donnerstag habe eine Verunreinigung mit E.coli-Bakterien ergeben, die den Grenzwert um das Zehnfache über­schritt. Am Freitag solle entschieden werden, ob der Uferabschnitt zwischen dem Hafen Fischbach und dem Manzeller Freizeitgelände für Badende weiter tabu ist.

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Auch die Staatsanwaltschaft Ravensburg hat sich inzwischen eingeschaltet. Ermittelt wird nach Angaben des Behördenleiters Alexander Boger wegen vorsätzlicher oder fahr­lässiger Gewässerverunreinigung und fahrlässiger Körperverletzung. Unter anderem soll geklärt werden, ob die Verschmutzung vorhersehbar war und hätte vermieden werden können. „Für Vorsatz spricht derzeit jedoch nichts“, sagte Boger. Zuvor hatte der Südkurier berichtet.

Grund für die Verschmutzung war ein verstopftes Rohr gewesen. Daraufhin floß ein Re­gen­rückhaltebecken über und Abwässer ergossen sich konzentriert in einen Bach und von dort in den Bodensee. Die Verstopfung ist seit dem vergangenen Mittwochabend beho­ben. Das Rückhaltebecken gehört nach Worten einer Stadtsprecherin der Stadt Friedrichs­hafen. © dpa/aerzteblatt.de

Kommentare

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Avatar #35918
herlin
am Montag, 29. Juli 2019, 21:54

Verkeimtes Regenwasser?

Wie kann bei Überlauf eines Regenrückhaltebeckens eine Verkeimung mit E.coli stattfinden? Die haben im Regenwasser nichts zu suchen. Da muss wohl an andere Stelle geschlabbert worden sein.
VG
Dr. Herbert Lindner
Avatar #106067
dr.med.thomas.g.schaetzler
am Montag, 29. Juli 2019, 18:26

Das mit dem "segensreiche" Mikrobiom

muss wohl nochmals überdacht werden. Ein therapeutischer Nutzen ist jedenfalls nicht erkennbar.

Mf + kG, Dr. med. Thomas G. Schätzler, FAfAM Dortmund
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