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Mehrheit findet Masernimpfpflicht richtig

Dienstag, 30. Juli 2019

/Astrid Gast, stockadobecom

Berlin – Eine deutliche Mehrheit der Deutschen befürwortet einer Umfrage nach die vor kurzem von der Bundesregierung auf den Weg gebrachte Impfpflicht gegen Masern. In einer heute veröffentlichten Erhebung des Meinungsforschungsinstituts YouGov sprachen sich 73 Prozent „voll und ganz“ beziehungsweise „eher“ dafür aus. 14 Prozent lehnen das Masernschutzgesetz ab.

Zur Impfpflicht haben vor allem ältere Menschen eine klare Meinung. Die Zustimmung bei den über 55-Jährigen ist mit 80 Prozent am höchsten. Nur 6 Prozent antworteten mit „Weiß nicht/keine Angabe“.

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Bei den 18- bis 24-Jährigen sprach sich zwar auch eine Mehrheit von 58 Prozent für das Masernschutzgesetz aus, 24 Prozent antworteten aber mit „Weiß nicht/keine Angabe“. Männer stehen der Umfrage zufolge einer Impfpflicht aufgeschlossener gegenüber als Frauen.

Das Bundeskabinett hatte das Gesetz Mitte Juli auf den Weg gebracht. Ab März 2020 sollen Eltern vor der Aufnahme ihrer Kinder in eine Kita oder Schule nachweisen, dass diese ge­impft sind.

Die Impfpflicht gilt auch für Tagesmütter und für das Personal in Kitas, Schulen, in der Medizin und in Gemeinschaftseinrichtungen wie Flüchtlingsunterkünften. Bei Ver­stößen drohen Bußgelder bis zu 2.500 Euro. © dpa/aerzteblatt.de

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Avatar #759489
MITDENKER
am Mittwoch, 7. August 2019, 17:46

"Fragwürdige Quelle" unterstellt Mr. Senegal

Warum sich die Impfgegner (erster - absichtlicher - Fehler, es sind zumeist ImpfKRITIKER) nicht auf "seriöse Belege" stützen? Zweiter Fehler, man beachte die Quellenangaben u. Zitate, das sind zu über 90% kritische Studien, die bei Impfkritikerseiten wohl erwähnt u. kommentiert werden, aber von der Mainstream-Presse unterdrückt werden.
Oder will Mr. Senegal allen Ernstes bezweifeln, dass der Prozess von Robert Kennedy NICHT STATTFINDET, bloß weil ihm die Quelle nicht passt? Warum ist darüber im STERN, SPIEGEL, ÄRZTEBLATT etc. nichts zu lesen? Die schreiben doch sonst über jeden Verbalfurz, den ein Promi ablässt. Und Robert Kennedy ist fürwahr ein Promi, immerhin stammt er aus einer ausreichend bekannten Familie.
Dritter Fehler: Nicht jede(r), der eine Impfung oder eine Impfpflicht kritisiert, ist ein IMPF-GEGNER! Diesen logischen Schluß müßte man doch mit einem mittleren Schulabschluß einigermaßen hinbekommen. Beispiel: U.a sind RKI u. die DEGAM gegen die Impfpflicht. Frage: Sind das RKI u. die DEGAM gruselgestaltige Impfgegner-Organisationen?
By the Way: Der "Milchwirt" ist primär seit Jahren Medizinjournalist. (Nicht dass ich alles gut finde, was er schreibt). Wie man hier unschwer erkennen kann, geht es Senegal & Co NUR um die Ab- und Disqualifizierung der Quelle, nicht um den Inhalt. Sonst würde man ja auch kritisieren, dass Journalisten keine Epidemiologen sind (selbst Ärzte sind keine Forscher, die Studien machen) u. somit nichts zum Thema schreiben dürften. Und Spahn dürfte schon gar nichts sagen, der ist nicht einmal Heilpraktiker.

Werter Senegal, machen wir ein Beispiel, ich zitiere DEN wichtigsten forschenden Impf-Epidemiologen und Sie merken einfach mal, dass es - mir als Impfkritiker - um durchaus interessante Forschung geht:

"Totimpfstoffe enthalten anders als Lebendimpfstoffe keine vermehrungsfähigen Erreger, sondern abgetötete Erreger oder Bestandteile davon. Ihre Effekte sind weniger gut untersucht als die von Lebendvakzinen. In einem Review aus dem Jahr 2016, der von der Welt­gesund­heits­organi­sation (WHO) in Auftrag gegeben wurde, fanden die Autoren keine klinischen Studien, sondern nur zehn Kohortenstudien zu den unspezifischen Effekten der DTP-Impfung gegen Diphtherie, Tetanus und Pertussis (»British Medical Journal«, DOI: 10.1136/bmj.i5170). Diese hatten stark heterogene Ergebnisse, die von Halbierung bis zum vierfachen Anstieg der Mortalität reichten (!!!!!!). Die meisten Studien zeigten aber einen Anstieg der Sterblichkeit, über alle Studien war die Sterblichkeit um 38 Prozent erhöht" (!!!)
Ausrufezeichen von mir.
Quelle:
Die ach so impfgegnerische pharmazeutische Zeitung:
https://www.pharmazeutische-zeitung.de/ausgabe-362018/unspezifische-impfeffekte-training-fuer-das-immunsystem/

Avatar #772524
Julius Senegal
am Mittwoch, 7. August 2019, 14:51

Wir brauchen einen Impfgegnerseitenblock!

@catch-the-day:
Eine Impfgegnerschrottseite ist kein seriöser Beleg.
Warum verlassen sich Impfgegner nur auf üble Quellen, AIDS-Leugner, Milchwirten, Fälschern oder anderen Gruselgestalten?
Avatar #771752
catch-the-day
am Sonntag, 4. August 2019, 00:03

Selektive Berichterstattung

Während sonst doch die Berichterstattung über alles, was in den USA so vor sich geht, sehr ausführlich ist, wird von einem Prozess, den Staranwalt Robert F. Kennedy jr. gegen die großen Impfstoffhersteller führt, leider nichts berichtet. Auch nicht im Ärzteblatt - es sei denn ich habe es überlesen.
Auf der Seite https://childrenshealthdefense.org/ finden sich umfangreiche Unterlagen, die teilweise nach dem Freedom of Information Act herausgeklagt wurden, über die Grundlagen der Zulassung der Impfstoffe, aber auch über die Geschichte der Impfstoffherstellung -verbreitung und -zulassung, die eine Geschichte voller persönlicher Bereicherungen und geheimer Treffen ist.
Aber lesen Sie selbst - es ist spannend!
Avatar #771555
Rosenkohl
am Samstag, 3. August 2019, 00:21

Eine tendentiöse Umfrage

YouGov ist kein unabhängiges neutrales Meinungsforschungsinstitut sondern betreibt im Besitz großer Finanzinvestoren industrienahe Marktforschung.

Bereits die Fragestellung ist suggestiv. Es wird in der Frage versäumt darauf hinzuweisen daß es bisher keine Impfpflicht gibt, daß das Gesetz durch Fachausschüsse, Expertenanhörungen und Abstimmungen im Bundestag gehen mussen, daß sich zahlreiche Experten bereits dagegen ausgesprochen haben, wieviele Masernerkrankungen es derzeit gibt, wie hoch die Schadensrisiken bei einer Viruserkrankung und bei einer Impfung sind.

Die Pressemitteilung von YouGov https://yougov.de/news/2019/07/29/eine-impfpflicht-bei-masern-die-deutschen-sagen-ja/

ist entsprechend ein Sammelsurium von Falschmeldungen.

"In Deutschland steigt die Anzahl der Masernfälle in letzten Jahren wieder an" - steigt sie nicht. Im Gegenteil ist der zweijährige gleitende Durchschschnitt der gemeldeten Masernfälle derzeit so niedrig wie zuletzt Ende 2005, also auf einem 13,5-jährigen Minimum.

"In Deutschland wird die notwendige Durchimpfungsrate von mehr als 95 Prozent nicht erreicht" - Eine Rate von 95% ist keineswegs "notwendig", außer für den Absatz der Impfindustrie. Denn bereits 2003 gab es weniger als 1000 Masernfälle, bei nur 91% einmal und 51% zweimal geimpften in der Schuleingangsuntersuchung.

Überdies wird derzeit von den beim Schuleintritt 97% ein- und 93% zweifach Geimpften eine resultierende Durchimpfungsrate von 95% sogar deutlich überschritten, selbst wenn man die Effektivität der einfachen Masernimpfung mit vermutlich zu niedrigen 90% ansetzt.

"und auch die bisherigen freiwilligen Maßnahmen zur Stärkung der Impfbereitschaft greifen nicht" - Millionen von Eltern und ihre Kinder nehmen seit Jahr und Tag ein Impfrisiko von 1:1.000.000 pro Dosis in Kauf. Die Krankenkassen finanzieren die Impfungen aus den Beiträgen. Entschädigungen für Impfschäden werden vom Steuerzahler aus den Sozialkassen der Bundesländer gezahlt. Umgekehrt sind die Impfstoffhersteller nicht bereit, eine Masern-Einzelimpfung anzubieten, und es kommt wiederholt zu Lieferengpässen. Wenn die Freiwilligkeit versagt dann auf Seiten der Anbieter, nicht der Nachfrager.

"Lediglich einer von zehn Deutschen (14 Prozent) lehnt das Masernschutzgesetz ab" - 14% sind ca. einer von sieben, wäre im Bundestag die drittstärkste Partei.

"Impfungen entfalten nicht nur für das Individuum Schutz gegen die Erkrankung, sondern verhindern gleichzeitig die Weiterverbreitung der Krankheit in der Bevölkerung. Mit dem Masernschutzgesetz soll diese sogenannte Herdenimmunität erreicht werden" - Was "Herdenimmunität" bedeutet wird systematisch falsch verstanden und verdreht dargestellt. Herdenimmunität bedeutet, daß eine Infektion im Durchschnitt zu weniger als einer Folgeansteckung führt, es also keine Epidemie gibt. Also bedeutet Herdenimmunität nicht, daß jegliche "Weiterverbreitung" verhindert wird. Solange es Infektiöse und Infizierbare in der Bevölkerung gibt kann es auch zu Weiterverbreitungen kommen.

Herdenimmunität besteht in Deutschland durchgängig bereits seit 2003. Wie groß der Schutz ist, den eine Impfung entfaltet hängt von der Zahl der Erkrankten ab. In Deutschland gibt es aufgrund der bestehenden Herdenimmunität sehr wenig Erkrankte, daher können über die gegenwärtige Impfrate hinaus zusätzlich vorgenommene Impfungen keine bedeutende Schutzwirkung mehr entfalten.
Avatar #782219
moogi
am Donnerstag, 1. August 2019, 22:55

Grippetote eine 0 zuviel

Es muss natürlich heißen: 20.000 Grippetote. Warum gibt es keine Bearbeitungsfunktion? Oder habe ich die übersehen?
Avatar #782219
moogi
am Donnerstag, 1. August 2019, 22:50

Verdummung oder Ablenkung?

Die Pockenimpfungen wurden eingestellt, weil die Pocken als ausgerottet galten und das schon zu einem Zeitpunkt, wo noch geimpft wurde. Unter welchen Bedingungen grassierten denn Seuchen wie Pocken oder Diphterie? Schon vor Einführung der Impflicht sind doch die Erkrankungen (siehe auch Kinderlähmung) zurückgegangen. Wollen wir uns wirklich mit Deutschland Ende des 19. Jh. vergleichen, wo die Menschen unter Bedinungen lebten, wie wir sie heute nur noch in der 3.und 4. Welt vorfinden und Kälte ein zusätzliches Risiko darstellte, weil es keine kuscheligen Wohnungen gab? Die Diphterie war mit Entdeckung des Antitoxins kein Thema mehr, weil es sofort den tödlichen Krankheitsverlauf stoppte und zur Genesung führte. Auch die Tubuerkulose, zu deren Vorbeugung regelmäßige Reihenröntgenuntersuchungen vom Kind bis zum Erwachsenen durchgeführt wurden, wurden in den 1970er Jahren eingestellt, weil keine Krankheitsfälle mehr auftraten. Aber die Tuberkulose kehrte zurück. So soll es alleine in Deutschland 2018 zu 5.400 Neuinfizierungen gekommen sein und in einer Schulklasse sollen sogar 88 % (!!!) der Schüler infiziert sein: https://www.spiegel.de/gesundheit/diagnose/baden-wuerttemberg-vier-tuberkulose-erkrankungen-mehr-als-hundert-infizierte-a-1280071.html Die Gefahren werden m. E. hier total verharmlost, indem lapidar darauf hingewiesen wird, dass die Krankheit nicht bei jedem ausbreche. Dabei ist es bekannt, dass sie oftmals erst nach Jahren zum Ausbruch kommt und dass Antibiotika ihre Wirksamkeit verlieren. Zur Zeit sterben ca. 100 Menschen in Deutschland jährlich an Tuberkulose. Zum Vergleich: 35 Maserntote in ganz Europa, 900 Infizierungen in Deutschland. Aber das Schlimmste bei der Impfflicht: Man macht Masern zur tödlichen Krankheit, weil die natürliche lebenslange Immunisierung unterdrückt wird, und in Anbetracht von 200.000 Grippetoten im Jahr sollten wir nicht so naiv sein anzunehmen, dass Impfungen den Menschen die ewige Gesundheit versprechen. Eine Impfflicht sollte nicht dazu führen, dass mit Kanonen auf Spatzen geschossen wird, weil die Ausnahme zur Regel gemacht wird. Aber ich fürchte, hier wird der gleiche Fehler begangen wie bei der Verteilung von Antibiotika nach dem Gießkannenprinzip, und ich möchte nicht wissen, wie viele Gluten- und Laktoseintoleranzen auf eine kaputte Darmflora wegen des inflationären Gebrauchs von Antibiotika zurückzuführen sind ...
Avatar #771555
Rosenkohl
am Mittwoch, 31. Juli 2019, 22:33

Keine echten Masern bei Fledermäusen etc.

Bei Fledermäusen wurden zahlreiche Paramoxyviren, darunter Morbilliviren entdeckt, auch solche die dem Masernvirus ähneln, aber nicht das Masernvirus selbst, https://www.nature.com/articles/ncomms1796. Durch die Ähnlichkeit könnte zwar die Möglichkeit einer Ausrottung, aber nicht die Impfung selbst in Frage gestellt werden, https://www.spiegel.de/gesundheit/diagnose/masern-impfung-aussagen-der-impf-skeptiker-im-faktencheck-a-1021405.html.

Die weiteren Aussagen dürften ähnlich unbelegt sein. Es ist keine genetisch vererbte Teilimmunität gegen Masern bekannt. Der Nestschutz wird von der Mutter über die Plazenta auf das Kind übertragen, nicht genetisch.

Schwere von Ausbrüchen in zuvor nicht betroffenen Populationen dürften auf fehlenden Nestschutz, fehlende Erfahrung mit früheren Ausbrüchen etc. zu tun haben, nicht mit genetischen Unterschieden, vergl. z.B. auch die schweren Ausbrüche in einer kaukasischen Bevölkerung 1782 und 1846 auf den Färör-Inseln.

Über ein Nachlassen der Impfimmunität im Laufe des Lebens wegen fehlendem Kontakt mit Wildviren wird teilweise spekuliert, aber es ist nicht bewiesen.

Klar ist jedoch eines, mit unbelegten spekulativen Annahmen und Übertreibungen wird sich Spahn/Lauterbachs Impfpflichtgesetz weder in der gesellschaftlichen Diskussion noch politisch oder juristisch stoppen lassen.
Avatar #716548
praxis@blumenstein.de
am Mittwoch, 31. Juli 2019, 18:56

Masernimpfung? Masernausrottung?

Bei der WHO ist die Ausrottung der Masern vorgesehen. Die Sache hat nur einen Haken: Fledermäuse sind ein natürliches Reservoir der Viren. Am besten alle Fledermäuse mitimpfen?
Es gibt einen weiteren wesentlichen Punkt: Der Verlauf der Masern in Europa ist durch eine vererbte Teilimmunität nur in den allerseltensten Fällen kritisch, der Schutz vor Neuinfektion hält lebenslang. Dies ist selbst bei 2 Impfungen nicht gesichert, da kriegt man die Masern dann in einem Lebensalter, wo es wirklich kritisch ist. Für künftige Generationen dürfen Masern bald verlaufen, wie bei den Indios in Amerika: im hohen Prozentsatz tödlich.
Aber es gibt ja auch eine Schutzimpfung gegen Windpocken, die ist so toll, daß man schon vor dem Abitur seine erste Gürtelrose bekommt. Durch eine schwachsinnige Impfung weitere Krankheiten generieren.
Unser Gesundheitswesen ist nicht am gesunden Menschen interessiert, aber an einem langen Leben. Statt Gesundheit geht es um die Lizenz zum Gelddrucken.
Avatar #771555
Rosenkohl
am Mittwoch, 31. Juli 2019, 14:24

Epidemiologisch unnötige Impfpflicht unter ökonomischen Druck

Ist die Rede von Naturwissenschaft der Impfung oder der Impfpflicht?

Bei hinreichender Verfügbarkeit von Impfungen kann sich jeder impfen der dies möchte. Die Bevölkerng wägt Risiken von Viruserkrankung und Impfschaden gegeneinander ab, und es stellt sich Herdenimmunität ein, so wie in Deutschland seit inzwischen 16 Jahren.

Es gibt nur noch 950 gemeldeten Fällen pro Jahr. Daß es noch Fälle gibt liegt einerseits an ca. 100 Importfällen pro Jahr aus Epidemiegebeiten, andererseits an bestimmen weniger geimpften Gruppen wie Roma, Migranten oder Anthroposophen.

Aus medizinischen Gründen nicht Impfbare sind
hauptsächlich Kleinkinder, daneben einige Schwangere und Immungeschwächte. Diese Gruppen können meistens innerhalb eines Jahres nachgeimpft werden, daher besteht für sie kein wesentlich erhöhtes Erkrankungsrisiko. Anders ausgedrückt: Jedermann ist einmal im Leben kurzzeitig Kleinkind, weshalb sich das Erkrankungsrisiko auf die gesamte Bevölkerung verteilt und für den Einzelnen vernachlässigbar klein ist.

Selbst das Schadensrisiko für die aus Überzeugung, Nachlässigkeit oder Vergesslichkeit nicht Geimpften ist wegen der Herdenimmunität infolge der geringen Zahl von Erkrankungen kaum erhöht.

Impfpflicht fällt zuförderst nicht in das Gebiet der Natur- sondern der Wirtschaftswissenschaft. Die 5 großen Impfstoffhersteller GSK, MSD, Sanofi, Pfizer und Mylan haben ein Oligopol. Seit Jahren betreiben sie Lobbying durch Sponsoring bei Ärztefortbildungen, Verbänden und politischen Parteien. Auf dem Gebiet der MMR- und Varizellen-Impfungen besteht sogar ein Duopol von GSK und MSD. Wie es ein GSK-Sprecher 2014 anläßlich eines Lieferengpasses für Varizellen-Vakzine ausdrückte: "Wir sind nicht absichtlich Monopolist", https://www.deutsche-apotheker-zeitung.de/news/artikel/2014/01/31/gsk-keine-absichtlichen-monopolisten. Vollkommen richtig, Monopolist wird man nicht "absichtlich" sondern aufgrund der Marktentwicklung, aber ebenso "unabsichtlich" wie zwangsläufig nutzt in einem Markt jeder seine ihm zugefalle Macht aus. Damals mußten RKI und PEI bereits die Verschiebungen der zweiten MMRV- und MMR-Impfungen empfehlen, https://www.aerzteblatt.de/archiv/153494/GlaxoSmithKline-Lieferengpass-von-Varizellenmono-und-Kombinationsimpfstoffen.

Die Produktion ist über verschiedene Länder verteilt. Auch im Fall einer in den kommenden Jahren relativ wahrscheinlichen Banken- und Eurokrise stünde schnell wieder die Versorgungssicherheit in Frage.

Die WHO ist stark bestimmt von den Interessen der Pharmaindustrie und deren Investoren, etwa der Gates-Stiftung. Z.B. stammt von der WHO das "Ziel", 95% müssten zweimal MMR geimpft werden. Durch diese Zielsetzung werden weniger die Masern effektiv bekämpft, sondern der Absatz von Impfungen in Hochpreisländern befördert, obwohl dort längst Herdenimmunität besteht.

Impfpflicht ist somit ein Versuch der Politik, den Herstellern entgegenzukommen.
Avatar #779143
Gerich
am Mittwoch, 31. Juli 2019, 09:28

Flatearther in einem Atemzug mit Impfkritik

... finde ich abwegig. Das eine ist lächerlich, während über die Wissenschaft hinter den Impfungen durchaus diskutiert werden kann und sollte.

Die Diskussionskultur wirkt auf mich im Moment leider völlig kaputt. Sehr viele Extrempositionen und Beleidigungen... Anderen Leuten gehts genauso, wie zum Beispiel hier einem Spiegel-Redakteur: https://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/streitkultur-und-demokratie-wie-wir-sie-zugrunde-schweigen-a-1261127.html
Avatar #88255
doc.nemo
am Mittwoch, 31. Juli 2019, 08:21

Fakten, die nicht noch mal bewiesen werden müssen

Es gibt Fakten, die nicht mehr bewiesen werden müssen, weil es einfach Fakten sind! Kein Astronom oder Geologe hat es nötig, noch weitere Beweise für die Kugelgestalt der Erde zu liefern, da es keinen Zweifel daran gibt. Kommentatoren wie Rotegraefin bewegen sich daher in der selben Liga wie Flatearther. Die grundsätzliche Nützlichkeit von Impfungen ist so etwas von bewiesen, dass es keiner weiteren Beweise mehr bedarf. Würde mich mal interessieren, welche naturwissenschaftliche Ausbildung die rote Gräfin dazu bringt, die Naturwissenschaft so zu kritisieren.
Avatar #779143
Gerich
am Mittwoch, 31. Juli 2019, 08:17

Die Altersverteilung ist interessant

... die über 55jährigen sind jene, die längst keine eigenen kleinen Kinder mehr haben.
Das erinnert an jene alten männlichen Kirchenoberhäupter, die über das ungeborere Leben im Bauch junger Frauen urteilen möchten...
Die Meinung von Eltern sollte aus meiner Sicht die relevantere sein.
Avatar #691359
Staphylococcus rex
am Dienstag, 30. Juli 2019, 22:35

Die Lebensrealität ist stärker als Vorurteile

Die Lebensrealität der über 55-jährigen sieht so aus, dass sie die Masern in der Kindheit noch selbst durchgemacht haben und ihr Wissen über diese Krankheit nicht aus den Echokammern des Internets sondern aus persönlicher Anschauung haben. Selbst die „normalen“ Masern sind eine ernste Infektion. Ich persönlich habe Masern, Mumps und Röteln noch richtig durchgemacht und kann mit Gewissheit sagen, wenn man die Wahl hat zwischen zwei kleinen Pieksern und drei Krankheiten, von denen zwei richtig nervig waren, dann ist die Entscheidung sehr einfach.

Die Lebensrealität der über 55-jährigen sieht außerdem so aus, dass sie die Endphase der Pockeneradikation noch miterlebt haben. Damals gab es die selben Ausreden von Impfgegnern wie heute in Bezug auf Masern. Wäre man damals schwach geworden, müssten wir heute noch mit der Geißel der Pocken leben.
Avatar #782578
Rotegraefin
am Dienstag, 30. Juli 2019, 21:18

Danke Pro-Natur

Wirklich peinlich für Naturwissenschaftler!
Die immer simplere Argumentation für die Masernimpfpflicht verdreht die Fakten einfach lange genug, so dass nicht mehr bewiesen werden muss, ob Impfungen schützen. Möchte Herr Minister Spahn nicht als nächstes Gesetz sich wieder mit Hexenverfolgung befassen? Dieses Niveau der ärztlichen Diskussion hätte ich im 21. Jhdt. nicht für möglich gehalten.
Avatar #687997
Pro-Natur
am Dienstag, 30. Juli 2019, 18:57

Peinlich, so viel Ignoranz (oder Unwissenheit)

"Die Zustimmung bei den über 55-Jährigen ist mit 80 Prozent am höchsten". Da kann man sehen, wie schlecht die Leute informiert sind. Das ist die Gruppe, die die Masern in der Kindheit durchmachten und eine lebenslange Immunität erwarben. Sie haben eine Meinung aber ansonsten keine Ahnung; das ist so gewollt.
LNS

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